Heinrich von Quintus-Icilius

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Heinrich Guischard gen. v. Quintus Icilius
Detail: 1838 und Symbol Bienenkorb

Heinrich Guichard gen. von Quintus-Icilius (* 6. Mai 1798 in Hannover; † 19. Mai 1861 in Fallingbostel) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Guichard studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten Berlin (Corps Marchia) und Göttingen (Corps Hannovera). 1824 wurde er Amtsassessor und kam als solcher 1834 nach Fallingbostel. 1838 gründete er dort eine der ersten Sparkassen des Königreichs Hannover im ländlichen Raum, heute die Kreissparkasse Fallingbostel in Walsrode. Diese Sparkasse finanzierte insbesondere Betriebe der Landwirtschaft im Zuge der Bauernbefreiung. 1848 vertrat er den Wahlkreis 15 (Hannover) in der Frankfurter Nationalversammlung und gehörte dort zunächst der Casino-, dann der Landsberg-Fraktion an. Als Oberamtmann machte er sich um den Raum Fallingbostel verdient; Freunde und Anhänger errichteten ihm aus Dankbarkeit für sein Wirken bereits drei Jahre nach seinem Tod in Bad Fallingbostel ein Denkmal, das noch heute an ihn erinnert.

Ehrung[Bearbeiten]

Das Standbild von 1864 steht in einer neugotischen Einhausung an der Kirchmauer der St.-Dionysius-Kirche von Bad Fallingbostel. Es ist mit der Bildhauermarke „CD“ versehen, vermutlich von dem Bildhauer Carl Dopmeyer in Hannover gefertigt worden. Der Bienenkorb mit der Jahreszahl 1838 steht für das Gründungsjahr der von ihm initiierten Sparkassengründung, der Bienenkorb galt seit dem Mittelalter als Symbol des Fleißes und der Sparsamkeit und wurde bereits damals als Spardose genutzt.

In den Städten Walsrode und Bad Fallingbostel ist jeweils eine größere innerstädtische Straße als Quintusstraße benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Sein Großvater Karl Theophil Guichard wurde durch Friedrich den Großen als Quintus Icilius nobilitiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Curschmann: Blaubuch des Corps Hannovera (1809–1899). Göttingen 2002, S. 82, Nr. 215
  • Heinrich Best: Biographisches Handbuch der Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49. Droste, Düsseldorf 1996

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heinrich von Quintus-Icilius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Detail: Inschrift mit Widmung