Heinrichs (Suhl)
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Heinrichs ist ein Ortsteil von Suhl in Südthüringen. Er hat etwa 1500 Einwohner.
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[Bearbeiten] Lage
Heinrichs liegt in Südthüringen im Haseltal und wurde 1936 zur Stadt Suhl eingemeindet.
[Bearbeiten] Geschichte
Urkundlich wird Heinrichs im Jahre 1111 erstmalig erwähnt, noch bevor Suhl nachweislich angeführt wurde (1318).
Während der Blütezeit des Fachwerkhandwerks entstand 1551 das Rathaus von Heinrichs (siehe Bild) auf einem Sockelgeschoss. Der Fachwerkbau im hennebergischen Stil mit Schaugiebeln (Schauwand) wurde 1657 aufgerichtet. An dem Bauwerk lässt sich erkennen, welchen Reichtum Heinrichs einst beherbergt haben muss. [1]
Der Leben der Heinrichser war ab dem 16. Jahrhundert durch Erzbergbau und die Eisenverhüttung geprägt. Zudem machte Heinrichs (wie die anderen Gemeinden im Umfeld auch) Suhl die Monopolstellung in der Gewehrherstellung streitig.[2]
Der Ort besaß die Rechte eines Fleckens. Für den weiteren Wachstum des Ortes verlieh diesem der Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz am 5. August 1702 drei Jahrmärkte am ersten Dienstag nach Lichtmess, am Dienstag nach Rogate und am Dienstag nach Maria Geburt.[3]
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstand in Heinrichs eine kleine jüdische Gemeinde. Sie setzte sich aus 17 Familien in etwa zehn Häusern zusammen (Stand 1811). In einem weiteren Haus war eine Synagoge mit integrierter Schule und Lehrerwohnung untergebracht.
In Suhl besteht ca. ab dem 18. Jahrhundert ein Jüdischer Friedhof. Es sind aus dieser Zeit noch Grabsteine erhalten. Die letzte Beisetzung war kurz vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1932. Heute steht am Eingang „Gedenkstätte Jüdischer Friedhof Suhl-Heinrichs“. Der Friedhof ist ca. 3 Ar (entspricht 300 m²) groß und beherbergt noch etwa 150 Grabsteine.[4]
Der Ort, in dem 1815 1009 Bewohner lebten, gelangte im genannten Jahr vom Königreich Sachsen an das Königreich Preußen.
Heinrichs beherbergt zudem die älteste Kirche Suhls. Die 1503 erbaute St. Ulrich Kirche wird seit 1990 grundsaniert. Für die Restauration erhielt im Sommer 2006 die Kirche den Thüringer Denkmalschutzpreis 2006. Eine Besonderheit ist das Kruzifixus aus dem Jahr 1340, welches Christus mit vor der Brust gekreuzten Armen zeigt (als Zeichen tiefsten Ausdrucks der Barmherzigkeit). Zurzeit hat die evangelische Kirchengemeinde ca. 1800 Mitglieder (Zur Gemeinde gehören auch die Suhler Ortsteile Albrechts, Mäbendorf, Dietzhausen und Wichtshausen).[5]
Größter Arbeitgeber bis 1990 war das Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk (ehemals Simson-Werke), wo unter anderem die legendäre „Schwalbe“ produziert wurde. In den letzten Jahren wurde der alte mittelalterliche Ortskern aufwendig saniert und zu einer Touristenattraktion.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Beschreibung des Rathaus Suhl-Heinrichs [1] Auch die Jahreszahl 1657 wird für die Errichtung des Rathauses genannt [2]
- ↑ Homepage des Waffenmuseum Suhl [3]
- ↑ A 33, B XIX Nr. 4
- ↑ Homepage des Jüdischen Friedhofs Suhl (siehe Weblink)
- ↑ Beschreibung und Fotos der Kirche St. Ulrich [4]
[Bearbeiten] Weblinks
50.59972222222210.656111111111Koordinaten: 50° 36′ N, 10° 39′ O
Albrechts | Dietzhausen | Goldlauter-Heidersbach | Heinrichs | Mäbendorf | Suhl | Vesser | Wichtshausen

