Heinz Dieterich

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Heinz Dieterich

Heinz Dieterich oder Heinz Dieterich Steffan (* 1943 in Rotenburg (Wümme)) ist ein deutscher Sozialwissenschaftler und Autor mit den Arbeitsschwerpunkten Nationalökonomie, Kritik der politischen Ökonomie und politische Soziologie.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Nach Abschluss seiner Studien in Frankfurt/Main und Bremen (dort Promotion) lebt Heinz Dieterich seit Mitte der 1970er Jahre in Lateinamerika, vor allem in Mexiko. An der Universidad Autónoma Metropolitana in Mexiko-Stadt ist er seit 1977 Professor mit einem Lehrstuhl für Soziologie und Methodologie.

Dieterich studierte bei Theodor W. Adorno und Max Horkheimer in Frankfurt am Main. In dieser Zeit wurde er auch mit Joschka Fischer bekannt.

Neben Arno Peters gilt Heinz Dieterich als Protagonist der neuen "Bremer Schule" der Sozialwissenschaftler, die sich für eine gerecht(er)e, vor allem ökonomisch begründete, Weltwirtschaftsordnung nach dem Äquivalenzgrundsatz engagieren. Heinz Dieterichs Ansatz nimmt darüber hinaus kybernetische Ansätze zur Steuerung gesamtwirtschaftlicher Planungsprozesse zur Begründung eines „Computer-Sozialismus“ (Konrad Zuse) des 21. Jahrhunderts auf.

[Bearbeiten] Werk

Heinz Dieterich hat seit seiner Leitstudie "Produktionsverhältnisse in Lateinamerika" (Gießen 1977) mehrere Bücher, Forschungsberichte und Essays über lateinamerikanische Entwicklungsprozesse veröffentlicht. Einige seiner Bücher sind auch auf deutsch erschienen.

In Deutschland wurde zuletzt Heinz Dieterichs Buch "Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Wirtschaft, Gesellschaft und Demokratie nach dem globalen Kapitalismus" publiziert. Hier findet sich die Grundthese der nachhaltigen und weltweiten Erschöpfung aller wesentlichen bürgerlichen Institutionen und der Notwendigkeit eines postkapitalistischen Entwicklungswegs.

Seine Thesen um den Sozialismus des 21. Jahrhunderts wurden vorübergehend in Venezuela im Umkreis von Präsident Hugo Chávez im Zusammenhang mit der bolivarianischen Revolution diskutiert. Dieterich galt zeitweise als (informeller) Berater des vom venezolanischen Staatspräsidenten Chávez vertretenen ´bolivarischen´ Entwicklungsprozesses. Er stellt sich als Freund von Raúl Baduel dar, dem ehemaligen Oberbefehlshaber der venezolanischen Armee. Dieses tut er auch weiterhin, nachdem sich Baduel im Herbst 2007 offen, unmissverständlich und eindeutig auf die Seite der Gegner einer Reform der nationalen Verfassung gestellt hat. Hierfür wird Dieterich von Unterstützern der bolivarischen Linken teilweise heftig kritisiert, so z. B. von Alan Woods.

[Bearbeiten] Bibliographie

Aufsätze
  • „Neues historisches Projekt“, in: Mit dem Sozialismus rechnen. Berlin: Verlag 8. Mai, 2006, pp. 9-11
Interviews
  • „Aufbruch in Venezuela“, Interview von Carsten Schiefer mit Heinz Dieterich (Essen: Neue Impulse Verlag, 2006, 27 p. [= Flugschriften 21]).

[Bearbeiten] Weblinks

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