Heinz Flohe

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Heinz Flohe
Spielerinformationen
Geburtstag 28. Januar 1948
Geburtsort EuskirchenDeutschland
Größe 175 cm
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
1952–1966 TSV Euskirchen
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1966–1979
1979–1980
1. FC Köln
TSV 1860 München
329 (77)
14 (4)
Nationalmannschaft
1967–1969
1970–1978
Jugendnationalmannschaft
Deutschland

39 (8)
Stationen als Trainer
1. FC Köln (Co-Trainer)
TSC Euskirchen
TuS Ülpenich
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Heinz „Flocke“ Flohe (* 28. Januar 1948 in Euskirchen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Karriere

In seinem Heimatverein TSV Euskirchen entwickelte sich das Talent des technisch herausragenden Offensivspielers Heinz Flohe. Am 7. November 1965 debütierte er in Belgrad im Spiel gegen Jugoslawien in der Deutschen Jugendnationalmannschaft. Im Mai 1966 nahm er mit der DFB-Mannschaft am UEFA-Juniorenturnier in Jugoslawien teil. Zur Saison 1966/67 wurde er vom ersten Deutschen Meister der Bundesliga-Ära, dem 1. FC Köln, verpflichtet. Zusammen mit dem neuen Trainer Willi Multhaup kamen neben dem Nachwuchstalent Flohe mit Torhüter Milutin Šoškić und Flügelstürmer Roger Magnusson auch internationale Könner nach Köln. In seiner ersten Bundesligasaison kam Flohe auf 18 Ligaeinsätze und zwei Tore.

Am 3. Mai 1967 debütierte er im Team der Juniorennationalmannschaft U 23 des DFB beim Länderspiel in Mönchengladbach gegen die Tschechoslowakei an der Seite von Günter Netzer, Jupp Heynckes, Horst Köppel und Herbert Wimmer. Seinen ersten Titel gewann der herausragende Mittelfeldtechniker beim Gewinn des DFB-Pokals mit dem 1. FC Köln. Am 9. Juni 1968 besiegten die Kölner in Ludwigshafen den VfL Bochum mit 4:1 Erfolg und holten den Pokal in die Domstadt. Bundestrainer Helmut Schön setzte Flohe erstmals am 22. November 1970 in der Fußballnationalmannschaft ein. Deutschland gewann das Länderspiel gegen Griechenland in Athen mit 3:1 Toren - Flohe wurde in der 79. Minute für Günter Netzer eingewechselt.

Er spielte von 1966 bis 1979 insgesamt 343 mal als Mittelfeldspieler in der Bundesliga für den 1. FC Köln und 1860 München und wurde 1978 mit Köln Deutscher Fußballmeister sowie 1968, 1977 und 1978 DFB-Pokalsieger.

Zwischen 1970 und 1978 trug Flohe 39 mal das Trikot der Deutschen Fußballnationalmannschaft und erzielte dabei acht Treffer. Er stand bei den Fußballweltmeisterschaften 1974 und 1978 im Aufgebot der Nationalmannschaft und wurde 1974 Fußball-Weltmeister. Insgesamt kam er bei sieben WM-Einsätzen zu zwei Treffern.

Am 1. Dezember 1979 erlitt Flohe durch ein Foul des damaligen Spielers des MSV Duisburg, Paul Steiner, einen komplizierten Schien- und Wadenbeinbruch. Damit war seine Spielerkarriere beendet. An den Folgen der Verletzung (geschädigte Nerven) leidet Flohe noch heute. Der spätere Versuch, Paul Steiner zu verklagen, scheiterte daran, dass Steiner keine "Absicht" nachgewiesen werden konnte.

Später war Flohe noch als Co-Trainer bei seinem Heimatverein 1. FC Köln tätig. Des Weiteren trainierte er verschiedene Fußballvereine in seinem Heimatkreis Euskirchen, u. a. den TSC Euskirchen und den TuS Ülpenich. Zuletzt war er für den Landesligisten TSC Euskirchen in der Saison 2009/10 als Talentsucher aktiv, auch unterstützte er seinen Sohn Nino (Trainer) bei der täglichen Arbeit.

[Bearbeiten] Privates

Heinz Flohe engagiert sich seit Jahren für den Jugendfußball. Dem Bonner SC, dem 1. FC Köln und seinem Heimatverein TSC Euskirchen ist er verbunden und beobachtet regelmäßig die B-und A-Jugend-Spiele in seinem Heimatkreis. Er erhielt mehrere Einladungen für das Aktuelle Sportstudio, die er allesamt absagte (Ausnahme Double-Gewinn 1978 in Anwesenheit der gesamten Mannschaft des 1. FC Köln). Flohe ist ein großer Fan des Boxsports. Er besucht regelmäßig Profi- wie Amateurkämpfe in Deutschland und dem umliegenden Ausland. Flohe war und ist ein großer Sympathisant des FC Schalke 04. Als Jugendspieler hatte er dorthin gehen wollen, doch seine Mutter bestand darauf, dass ihr Sohn in der „Heimat“ spielen sollte.

Flohe wurde bereits 1992 am Herzen operiert und musste sich am 7. Januar 2004 wegen anhaltender Herzrhythmusstörungen erneut einer Operation unterziehen. Dabei wurde ihm eine neue Herzklappe eingesetzt.[1] Am 11. Mai 2010 brach Flohe nach einem Schwächeanfall zusammen und liegt seitdem in der Kölner Uni-Klinik im Koma.[2]

Heinz Flohe war der erste Profi-Fußballspieler, der eine Invaliden-Rente bezieht.

[Bearbeiten] Vereine

[Bearbeiten] Statistik

[Bearbeiten] Erfolge

  • 1968 DFB-Pokal-Sieger
  • 1970 DFB-Pokal-Finale
  • 1971 DFB-Pokal-Finale
  • 1973 Deutscher Vize-Meister
  • 1973 DFB-Pokal-Finale
  • 1974 Fußball-Weltmeister
  • 1976 Vize-Europameister
  • 1977 DFB-Pokal-Sieger
  • 1978 Deutscher Meister
  • 1978 DFB-Pokal-Sieger

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Netzzeitung, 30. Dezember 2003.
  2. Kölnische Rundschau - April 2011

[Bearbeiten] Literatur

  • Karl-Heinz Mrazek: Heinz Flohe : [der Weg zur deutschen Meisterschaft], München : Copress-Verl., 1978

[Bearbeiten] Weblinks

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