Heinz Gaedcke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ludwig Heinrich „Heinz“ Gaedcke (* 16. Januar 1905 in Guben; † 21. Dezember 1992 in Waldesch) war ein deutscher Generalmajor im Heer der Wehrmacht und später Generalleutnant[1] bei der Bundeswehr.

Werdegang[Bearbeiten]

Gaedcke trat am 1. April 1924 in die Reichswehr ein, wo er bereits in verschiedenen Offiziersverwendungen war, bevor er von 1935 bis 1937 an der Kriegsakademie ausgebildet wurde. Nach einer Verwendung im Generalstab des Heeres war er Erster Generalstabsoffizier (Ia) der 25. Infanterie-Division. 1943 gab er zunächst als Hörsaalleiter an der Kriegsakademie Taktikunterricht, ab Oktober 1943 wahrte er die Geschäfte des Generalstabschefs beim XXIV. Panzerkorps und des XI. Armeekorps, mit dem er unter anderem auch im Kessel von Tscherkassy eingeschlossen war.[2] Während seiner Verwendung als Chef des Stabes der 6. Armee war Gaedcke unter den Offizieren, die sich zusammen mit dem Oberbefehlshaber General der Artillerie Maximilian Fretter-Pico nach der Zerschlagung der Armee durch sowjetische Kräfte während der Operation Jassy-Kischinew in Sicherheit bringen konnten.[3] Am 1. November 1944 erfolgte die Beförderung zum Generalmajor. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.[4]

1956 trat er in die neu aufgestellte Bundeswehr ein. Nachdem er im Dienstgrad Brigadegeneral die Heeresoffizierschule I in Hannover führte[5], war er vom 1. August 1957 bis zum 30. September 1959 Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr.[6] Bis zum 31. Dezember 1960 war Gaedcke Kommandeur der 11. Panzergrenadierdivision.[7] Vom 1. Januar 1961 bis zum 31. März 1965 war er in seiner letzten militärischen Verwendung Kommandierender General des III. Korps.[8]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ludwig Heinz Gaedcke, Der Spiegel 39/1962, 26. September 1962.
  2. Heinz Gaedcke im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  3. Überholt und eingekesselt, AG Friedensforschung.
  4. Historisches Kalendarium der Stadt Guben, Niederlausitzer Verlag.
  5. Die Bundeswehr 1955 bis 2005: Rückblenden, Einsichten, Perspektiven, Militärgeschichtliches Forschungsamt.
  6. Ehemalige Kommandeure der Führungsakademie, Führungsakademie der Bundeswehr.
  7. 11. Panzergrenadierdivision BH 8-11 1958-1994, Bundesarchiv.
  8. III. Korps BH 7-3 1957-1992, Bundesarchiv.