Heinz Melkus

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Heinz Melkus arbeitet an einem seiner Rennwagen, 1961
Heinz Melkus in einem seiner Formel-Junior-Rennwagen

Heinz Melkus (* 20. April 1928 in Dresden; † 5. September 2005 ebenda) war ein deutscher Rennfahrer und Konstrukteur von Rennwagen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Heinz Melkus im zerstörten Dresden Fuhrunternehmer. Bis 1949 arbeitete er zunächst als Kraftfahrer und später als Angestellter, bevor er eine Fortbildung zum Verkehrskaufmann in der Dresdner Volkshochschule begann.

1951 entdeckte Melkus bei einem Automobilrennen auf der Autobahnspinne in Dresden-Hellerau den Motorsport für sich. Ab den 1960er Jahren wurden Melkus-Rennwagen in seiner Werkstatt (siehe Automarke Melkus) gefertigt. Der DDR-Sportwagen Melkus RS 1000 mit 101 Exemplaren auf der Basis eines Wartburg, aber mit Kunststoffkarosserie, Flügeltüren und einem Leistungsspektrum von 70 bis 100 PS (Straßen- bzw. Rennversion), war dabei der Höhepunkt seiner Konstrukteursarbeit. Neben seinen sechs DDR-Meisterschaften gewann Heinz Melkus dreimal den Titel „Pokal für Frieden und Freundschaft“, die Europameisterschaft der RGW-Staaten.

Melkus siegte in 80 seiner 200 gefahrenen Rennen und war damit der erfolgreichste und nach Angaben der Fachpresse auch populärste Motorsportler der DDR. 1977 gab er seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport bekannt.

Nach der Wende gelang es ihm als erstem Vertragshändler in der ehemaligen DDR ein Autohaus für BMW zu eröffnen. Melkus verstarb 2005 in Dresden und wurde auf dem Friedhof in Bühlau beigesetzt.

Er war der Vater von Ulli Melkus und Peter Melkus und verheiratet mit Johanna Melkus.

Erfolge[Bearbeiten]

  • 1958 Deutscher Meister der DDR in der Rennwagen Formel III bis 500 cm³
  • 1960 DDR-Meister Rennwagen Formel Junior bis 1000 cm³
  • 1967, 1968, 1972 DDR-Meister Rennwagen Formel 3/Klasse C 9/Klasse B 8/ E bis 1300 cm³

Weblinks[Bearbeiten]