Heinz Pagels

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Heinz Rudolph Pagels (* 19. Februar 1939 in New York City; † 23. Juli 1988 in Aspen) war ein US-amerikanischer Physiker.

Leben[Bearbeiten]

Pagels studierte an der Princeton University (Bachelor-Abschluss) und der Stanford University, wo er 1965 promovierte. Ab 1966 war er an der Rockefeller University, die er 1983 als Associate Professor verließ, um geschäftsführender Direktor (Executive Director) der New York Academy of Sciences zu werden. Er war auch Präsident der International League for Human Rights, Mitglied des Council of Foreign Relations in New York.

Pagels arbeitete vor allem auf den Gebieten Quantenchromodynamik (QCD, 1978 verfasste er mit Marciano einen viel gelesenen Übersichtsartikel darüber), Astro-Teilchenphysik und Quantenfeldtheorie. Zuletzt befasste er sich auch mit der Theorie komplexer Systeme, dem Inhalt seines letzten Buches „Dreams of Reason“. Er ist durch mehrere populärwissenschaftliche Bücher bekannt geworden. 1982 erhielt er für sein Buch „The Cosmic Code. Quantum Physics as the Language of Nature“ den Science Writing Award des American Institute of Physics.

Pagels starb beim Bergsteigen am Pyramid Peak in Colorado bei einem Sonntagsausflug mit seinem Doktoranden Seth Lloyd während seines Aufenthalts am Center of Physics in Aspen. In seinem letzten Buch „Dreams of Reason“ hatte er noch am Schluß über die Gefahren des Bergsteigens reflektiert.

Er war seit 1969 mit der Theologin Elaine Pagels verheiratet.

Der Asteroid (3807) Pagels wurde nach ihm benannt.

Werke[Bearbeiten]

Aufsätze
  • Collective model of the hadrons. In: Physical Review D. Band 14, 1976, S. 2747.
  • Nonperturbative approach to QCD. In: Physical Review D. Band 15, 1977, S. 2991.
  • Quantumchromodynamics. In: Physics Reports. Band 36, 1978, S. 137–276 (zusammen mit William J. Marciano).
  • Vacuum of the quantum Yang Mills theory and magnetostatics. In: Nuclear Physics B. Band 143, 1978, S. 485 (zusammen mit E. Terry Tomboulis).
  • Dynamical chiral symmetry breaking in QCD. In: Physical Review D. Band 19, 1979, S. 3080.
  • Models of dynamically broken gauge theories. In: Physical Review D. Band 21, 1980, S. 2336.
  • Complexity as Thermodynamic Depth. In: Annals of Physics. Band 188, 1988, S. 186–213. (zusammen mit Seth Lloyd).
Bücher
  • Cosmic code. Quantenphysik als Sprache der Natur („The cosmis code“). Ullstein, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-550-07723-8.
  • Die Zeit vor der Zeit. Das Universum bis zum Urknall („Perfect symmetry“). Ullstein, Berlin 1987, ISBN 3-550-07819-6.
  • The Dreams of Reason. The Computer and the Rise of the Sciences of Complexity. Bantam Books, New York 1989, ISBN 0-553-34710-1.

Weblinks[Bearbeiten]