Heinz Sielmann Stiftung

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Heinz Sielmann Stiftung.svg

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann als Stiftung bürgerlichen Rechts unter dem Leitsatz „Naturschutz als positive Lebensphilosophie“ gegründet. Der Sitz der Stiftung befindet sich in München, die Zentrale auf Gut Herbigshagen bei Duderstadt (Niedersachsen).

Ziele[Bearbeiten]

  • Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen
  • Letzte Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten
  • Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren
  • Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms aufbauen

Die Heinz Sielmann Stiftung verfolgt damit ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Sie betreibt und unterstützt eine Vielzahl von Biotop- und Artenschutz-Projekten in ganz Deutschland. Außerdem arbeitet sie mit Partnern im europäischen Ausland zusammen.

Eingang der Stiftungszentrale auf Gut Herbigshagen mit Logo und Leitspruch

Förderung[Bearbeiten]

Die Heinz Sielmann Stiftung fördert Projekte außerhalb staatlicher Programme, die nicht der wissenschaftlichen Grundlagenforschung zuzuordnen sind. Die Projektmittel werden in Form von Gesamt-, Anteil-, Festbetrags- oder Fehlbedarfsfinanzierung zur Verfügung gestellt.

Wichtige Projekte[Bearbeiten]

  • Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen/Niedersachsen
  • Sielmanns Natur-Ranger, die Jugendorganisation der Stiftung
  • Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide / Dallgow-Döberitz/Land Brandenburg
  • Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen/Land Brandenburg
  • Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen/Land Brandenburg
  • Sielmanns Biotopverbund Bodensee/Baden-Württemberg: Seit 2004 realisiert die Heinz Sielmann Stiftung auf einer Fläche von rund 500 Quadratkilometern das aus etwa 100 Einzelmaßnahmen bestehende Projekt „Sielmanns Biotopverbund Bodensee". Hierdurch soll der in der nördlichen Bodenseeregion dokumentierte Artenschwund bei Tieren und Pflanzen gestoppt und eine Trendwende eingeleitet werden. Dies geschieht in erster Linie durch die Anlage von Stillgewässern, Renaturierung von Fließgewässern, Wiedervernässung entwässerter Gebiete sowie durch Pflanzungen von Streuobst, Feldgehölzen und Auwäldern.
  • Sielmanns Biotopverbund Harz-Eichsfeld-Werratal/Thüringen, Niedersachsen, Hessen
  • Fischotterschutz/Brandenburg und Schleswig-Holstein
  • Die Vogelwarte Rybatschi/Russland
  • Kyritz-Ruppiner Heide: 4000 ha. des ehemaligen Bombodroms wurden der Stiftung für den Naturschutz und damit zur Sicherung der biologischen Vielfalt zur Verfügung gestellt.[1]

Kooperationspartner[Bearbeiten]

Finanzierung[Bearbeiten]

Die Stiftung finanziert ihre Arbeit fast ausschließlich aus Spendenbeiträgen, die über Fundraising-Aktivitäten projektbezogen eingeworben und im jeweils laufenden Haushaltsjahr verwendet werden. Weitere finanzielle Mittel der Stiftung stellen Erträge aus dem Stiftungskapital, Zustiftungen, Legate, Zuschüsse und Bußgelder dar.

Organe der Stiftung[Bearbeiten]

Der Stiftungsrat besteht aus Inge Sielmann (Vorsitzende), dem Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte (stellvertretender Vorsitzender), dem Vogelkundler Peter Berthold, dem Münchner Rechtsanwalt Gerhard Frank, dem Präsidenten des Brandenburgischen Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Matthias Freude sowie dem Kameramann Dieter Hoese.

Der Vorstand wird von Michael Beier gestellt.

Im wissenschaftlichen Beirat wirken die Biologiedidaktikerin Susanne Bögeholz, der Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt, der Kurator des Berliner Zoologischen Gartens Heiner Klös und der Forstwissenschaftler Hans Köpp.

Im Technischen Beirat sind der ehemalige Direktor der Sparkasse Duderstadt Hermann Tallau, der Architekt Adolf Stender und der Vorsitzende der Sielmanns Natur-Ranger Dirk Schotten.

siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Abgerufen am 13. September 2012.

Weblinks[Bearbeiten]