Helden (Film)

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Dieser Artikel behandelt den Kinofilm von 1958. Für den Fernsehfilm von 2013 siehe Helden – Wenn dein Land dich braucht.
Filmdaten
Originaltitel Helden
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Produktionsland Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1958
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Franz Peter Wirth
Drehbuch Johanna Sibelius,
Eberhard Keindorff
Produktion Harry R. Sokal,
Peter Goldbaum
Musik Franz Grothe
Kamera Klaus von Rautenfeld
Schnitt Claus von Boro
Besetzung

Der Film Helden wurde 1958 von Franz Peter Wirth gedreht. Er beruht auf dem Theaterstück Helden (englischer Originaltitel: Arms and the Man) von George Bernard Shaw.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film spielt während des Krieges zwischen Bulgarien und Serbien im Jahre 1885. Als die Kanone des in serbischen Söldnerdiensten stehenden Schweizer Hauptmanns Bluntschli (O. W. Fischer) urplötzlich den Dienst aufgibt, weil er die falsche Munition erhalten hatte, zieht dieser die Flucht dem „Ehrentod auf dem Schlachtfeld“ vor. Dabei gerät er in das Haus der Verlobten Raina (Liselotte Pulver) seines Kriegsgegners Sergius (Jan Hendriks), deren Vater (Kurt Kasznar) zugleich ein „hohes Tier“ des Feindes ist. Raina und die später dazu gekommene Mutter (Ljuba Welitsch) verstecken ihn. Damit er weiterfliehen kann, überlässt Raina ihm eine Hausjacke, die Hauptmann Bluntschli nach Friedensschluss zurückbringt. Da sind bereits der Verlobte, der sich zunehmend auch für die rassige Magd Louka (Ellen Schwiers) interessiert, und der Vater zurückgekehrt. Als Sergius erfährt, dass Bluntschli sein Nebenbuhler ist, und er ihn zudem beim Verlassen von Rainas Schlafzimmer via Balkon beobachtet, fordert er Bluntschli zum Duell. Dieser entpuppt sich als meisterhafter Fechter (was er im Turnverein Sankt Gallen gelernt hat) und außerdem als reicher, nunmehr standesgemäßer zukünftiger Ehemann. Sergius tröstet sich mit der Magd, und alles endet in Wohlgefallen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Drehbuch des kurz nach der Wiederbewaffnung Deutschlands produzierten Filmes folgte in allen Zügen dem Theaterstück Arms and the Man von Shaw. Die Erstaufführung erfolgte am 16. Dezember 1958 im UFA-Palast, Hamburg. Der Film wurde seinerzeit mit über 3,6 Millionen Zuschauern ein Riesenerfolg.

In Nebenrollen sind außerdem Horst Tappert und Hans Clarin zu sehen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Unter Verzicht auf künstlerische Ambitionen im Bild ganz dem unterhaltsamen, durchaus geistvollen Dialog des Kammerspiels gewidmet.“

Lexikon des Internationalen Films

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film erhielt als Auszeichnung den "Deutschen Filmpreis" 1959 als "bester deutscher Spielfilm" und den Wanderpreis Goldene Schale. Der Schauspieler O. W. Fischer bekam als "bester Hauptdarsteller" das Filmband in Gold, den "Preis der deutschen Filmkritik" und den "Bambi".

"Helden" wurde 1959 mit einer Oscarnominierung für den besten ausländischen Film geehrt.

Weblinks[Bearbeiten]