Heldrungen

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt Heldrungen in Thüringen. Für andere Orte und Personen namens Heldrungen, siehe: Heldrungen (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Heldrungen
Heldrungen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Heldrungen hervorgehoben
51.30138888888911.216666666667128Koordinaten: 51° 18′ N, 11° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
An der Schmücke
Höhe: 128 m ü. NHN
Fläche: 23,29 km²
Einwohner: 2213 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06577
Vorwahl: 034673
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 033
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstr. 49/50
06577 Heldrungen
Webpräsenz: www.stadt-heldrungen.de
Bürgermeister: Norbert Enke (CDU)
Lage der Stadt Heldrungen im Kyffhäuserkreis
Thüringen Abtsbessingen Artern/Unstrut Bad Frankenhausen/Kyffhäuser Kyffhäuserland Bellstedt Kyffhäuserland Clingen Borxleben Bretleben Donndorf Ebeleben Etzleben Freienbessingen Gehofen Kyffhäuserland Gorsleben Greußen Großenehrich Kyffhäuserland Kyffhäuserland Hauteroda Helbedündorf Heldrungen Hemleben Heygendorf Holzsußra Ichstedt Kalbsrieth Mönchpfiffel-Nikolausrieth Nausitz Niederbösa Oberbösa Oberheldrungen Oldisleben Reinsdorf Ringleben Rockstedt Roßleben Kyffhäuserland Kyffhäuserland Sondershausen Kyffhäuserland Thüringenhausen Topfstedt Trebra Voigtstedt Wasserthaleben Westgreußen Wiehe WolferschwendaKarte
Über dieses Bild

Heldrungen ist eine Landstadt im thüringischen Kyffhäuserkreis. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft "An der Schmücke". Die Stadt wird von der Festung Heldrungen beherrscht, einer Festung mit Wassergraben und vier Bastionen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zu Heldrungen gehören die beiden Stadtteile Am Bahnhof und Braunsroda.

Geschichte[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 2625
  • 1995: 2606
  • 1996: 2605
  • 1997: 2574
  • 1998: 2519
  • 1999: 2523
  • 2000: 2449
  • 2001: 2425
  • 2002: 2379
  • 2003: 2338
  • 2004: 2306
  • 2005: 2333
  • 2006: 2297
  • 2007: 2250
  • 2008: 2228
  • 2009: 2209
  • 2010: 2215
  • 2011: 2274
  • 2012: 2237
  • 2013: 2213
Datenquelle: Verwaltungsgemeinschaft an der Schmücke

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein doppelschwänziger gekrönter goldener Löwe, überdeckt von einem rot-silbern geschachten Schrägrechtsbalken.“

In der Literatur finden sich zwei Varianten des Stadtwappens von Heldrungen: 1. Otto Hupp, Deutsche Ortswappen, zeigt auf goldenem Grund einen schwarzen, rotbewehrten Löwen, überdeckt von einem silber-rot geschachten Schräglinksbalken. Erläuternd fügt Hupp hinzu, dass es sich hierbei um das Wappen der alten Herren von Heldrungen handele. 2. C. Sagittarius, Geschichte der thüringischen Herrschaft Heldrungen, beschreibt das Wappen der Herren von Heldrungen wie folgt: „… ein gelber aufgerichteter vor sich sehender Löwe, über welchem ein quer- oder gelehnter Balken über Eck mit roth und weiß, schachweise verändert, gezogen im blauen Felde, …. In dieser Form führten es auch die Grafen von Mansfeld im dritten Feld ihres Wappens. Sie waren 1479 in den Besitz der Herrschaft Heldrungen gelangt.“[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Rathaus
Stadtkirche

Festung Heldrungen[Bearbeiten]

Die Geschichte der Schloss- und Festungsanlage Heldrungen reicht bis in das Jahr 1217 zurück, die eigentliche Wasserburg wurde von 1512 bis 1519 errichtet. Nach nahezu vollständiger Zerstörung in den Jahren 1664 bis 1668 wurde sie mit einer Wehranlage versehen. Innerhalb der Festung wurde Thomas Müntzer nach seiner Niederlage bei Bad Frankenhausen im sogenannten Müntzer-Turm festgehalten und gefoltert. Seit 1975 befand sich dort eine Gedenkstätte, die nach 1990 beseitigt wurde. Ab 1997 wurden Teile der historischen Wallanlage restauriert. Auf dem Gelände der Wasserburg gibt es ein Cafe und eine Jugendherberge. Bis 2016 soll ein modernes Jugendhotel entstehen. 3,75 Mio Fördermittel wurden 2010 vom Thüringer Bauministerium dafür bereitgestellt.

Rathaus[Bearbeiten]

Das Rathaus wurde zwischen 1900 und 1901 erbaut. Baumeister war der Architekt Friedrich Fahro aus Halle (Saale).

Kirche[Bearbeiten]

St. Wigbert (Heldrungen)

Verkehr[Bearbeiten]

Fernverkehrsstraßen[Bearbeiten]

Seit Dezember 2008 ist Heldrungen an die Bundesautobahn 71 angeschlossen. Im weiteren Verlauf führt die A 71 (vollständige Freigabe Ende 2014) in Richtung Süden durch den Schmücketunnel über Erfurt und Suhl nach Schweinfurt und in Richtung Norden nach Sangerhausen. Weiterhin verläuft die Bundesstraße 86 von Hettstedt über Sangerhausen in Richtung Straußfurt durch das Stadtgebiet und kreuzt an der Thüringer Pforte die Bundesstraße 85 (Berga - Passau).

Bahn[Bearbeiten]

Heldrungen erhielt im Jahre 1881 Anschluss an die Bahnstrecke Sangerhausen - Erfurt. Im heutigen Personenverkehr befahren der Regionalexpress 10 (Magdeburg–Erfurt) und die Regionalbahn 50 (Sangerhausen–Erfurt) die Strecke. Beide verkehren im 120-Minuten-Takt, so dass sich insgesamt ein Stundentakt ergibt.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Helge Wittmann; Heimatverein Schloss Heldrungen; Heldrungen: Festschrift anlässlich des Jubiläums 475 Jahre Stadtrecht Heldrungen Petersberg Imhof 2005, ISBN 978-3-86568-075-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heldrungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 171, ISBN 3-88864-343-0
  3. Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 27; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e. V. 1998 ISBN 3-9804487-2-X
  4. Kursbuch der DB AG