Heleen Mees

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Heleen Mees

Heleen Mees (geborene Heleen Nijkamp, * 1968 in Hengelo) ist eine niederländische Ökonomin, Publizistin und Juristin. 2002 änderte sie in New York ihren Geburtsnamen Nijkamp zu Mees.[1] Sie ist beruflich in den USA und in den Niederlanden tätig.

Berufliche Tätigkeit[Bearbeiten]

Mees ist Mitbegründerin der niederländischen Stiftung Women on Top, die mehr Frauen in Spitzenpositionen fordert und sich gegen eine Feminisierung der Armut einsetzt. Diese Stiftung hat ihre Arbeit in 2011 beendet.[2]

Mees war in New York als Beraterin und Lobbyistin in Angelegenheiten, die die Europäische Union betreffen, tätig. Sie unterhielt eine zweiwöchentlich erscheinende Kolumne im NRC Handelsblad.[3]

Von Mai bis Dezember 2009 nam sie regelmäßig Teil an eine Fernseh-Talkshow, Vrouw en Paard [Frau und Pferd], der niederländische Rundfunkgesellschaft VARA. In diese Talkshow diskutierten fünf Frauen über aktuelle Sachen. Sie war auch regelmäßig Gast im Ökonomen-Panel von BNR Nieuwsradio.[4]

Mees hat in Internationalen Zeitungen wie The International Herald Tribune undThe Financial Times veröffentlicht,[3] ebenso bei Project Syndicate.[p 1]

Von 2005 bis 2008 arbeitete sie für Kampagnen von Hillary Clinton.

Im Herbst 2009 wurde sie als Researcher an der Erasmus School of Economics (ESE) an der Erasmus-Universität Rotterdam zum Thema des Einflusses von Chinas Geldpolitik in einer sich zunehmend globalisierenden Weltwirtschaft engagiert.[5]

Sie hat in 2012 ihren Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften erworben. Ihre Dissertation behandelt die Frage ob es einen entscheidenden Einfluss des Wirtschaftswachstum Chinas auf die Entstehung der Kreditkrise gibt. Welches in ihrer Dissertation als sehr wahrscheinlich dargestellt wird. Von September 2012 bis Juli 2013 war sie als Adjunct Associate Professor tätig an der Robert F. Wagner Graduate School of Public Service der Universität von New York.

Werk[Bearbeiten]

Ihr erstes, im April 2007 erschienenes Buch Weg met het deeltijdfeminisme! (“Weg mit dem Teilzeitfeminismus!”) befasst sich kritisch mit dem als Third Wave Feminism bezeichneten Ansatz der Frauenbewegung. Sie beschreibt das in den Niederlanden verbreitete Anderthalbverdienermodell als ein „verräterisches Gemisch“ aus traditionellen Rollenmustern und einer Prise Feminismus; in der Realität trügen Frauen nur ein Fünftel des Haushaltseinkommens bei und die Niederlande hielten mit 7 % Frauenanteil in Vorstandspositionen international den letzten Rangplatz inne, gemeinsam mit Pakistan.[6]

Ihr zweites, im April 2009 erschienenes Buch Tussen hebzucht en verlangen - De wereld en het grote geld (“Zwischen Gier und Begehren - Die Welt und die Hochfinanz”) befasst sich mit der Globalisierung, der Finanzkrise und den Verhältnissen in New York. Mees argumentiert darin, dass zwar Habgier der Wirtschaft schadeten, aber der Wunsch nach einem besseren Leben der treibende Motor des sozialen Fortschritts sei. Sie vertritt die Auffassung, dass europäische Wohlfahrtsstaaten in chancenorientierte Gesellschaften umgewandelt werden sollten. Als Modell führt sie New York an.[7]

In ihren Beiträgen zu Project Syndicate befasst Helen Mees sich mit dem Konzept Affirmative Action, das auch in Europa einer soziale Spaltung von Bevölkerungsgruppen wirksam begegnen könnte.[p 2] Sie legt dabei einen genderpolitische Fokus durch ihre Vergleiche der Arbeitszeiten europäischer und US-amerikanischer Frauen[p 3] sowie ihre Betrachtung der ökonomischen Folgen der gläsernen Decke und des Gender Gap.[p 4][p 5] Sie thematisiert zudem die Vergewaltigungen im Krieg[p 6] und unterstützt die Forderung, die Strafe für Prostitution nach schwedischem Vorbild von den Prostituierten auf die Freier zu verlagern.[p 7]

Publikationen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Allgemein

  1. „In New York kocht Heleen Mees voor 50 dollar een andere achternaam. «Mees klinkt gewoon mooi met al die lange ee´s in mijn naam.»“ (In New York kaufte Heleen Mees für 50 Dollar einen anderen Nachnamen. «Mees klingt einfach schön mit all den langen ee´s in meinem Namen.».) In: Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAmbtieuze powerfeministe met extreme meningen. Abgerufen am 6. Juni 2010 (PDF; 249 kB, niederländisch).
  2. Heleen Mees und Mirjam van Tiel in: Wie zin wij? - Women on Top. Beide abgerufen am 6. Juni 2010 (niederländisch)
  3. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHeleen Mees. In: persönliche Homepage. Abgerufen am 6. Juni 2010 (englisch).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHeleen Mees. VARA, abgerufen am 13. Juni 2010 (niederländisch).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHeleen Mees appointed as researcher at ESE. Erasmus-Universität Rotterdam, 22. Oktober 2009, abgerufen am 13. Juni 2010 (englisch).
  6. Weg met het deeltijdfeminisme. Samenvatting. Nieuw Amsterdam, abgerufen am 13. Juni 2010 (niederländisch).
  7. Tussen hebzucht en verlangen - De wereld en het grote geld. Zitiert nach: Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHeleen Mees. In: persönliche Homepage. Abgerufen am 6. Juni 2010 (englisch).

Project Syndicate

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHeleen Mees. Project Syndicate, abgerufen am 6. Juni 2010 (englisch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHeleen Mees, Rick van der Ploeg: Affirmative Action für Europa. Project Syndicate, 2. Dezember 2005, abgerufen am 6. Juni 2010.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHeleen Mees: Europas Freizeitfalle. Project Syndicate, 23. Juni 2006, abgerufen am 6. Juni 2010.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHeleen Mees: Die gläserne Decke durchbrechen. Project Syndicate, 31. Januar 2007, abgerufen am 6. Juni 2010.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHeleen Mees: Die Kosten des Gender Gap. Project Syndicate, 29. August 2007, abgerufen am 6. Juni 2010.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHeleen Mees, Femke van Zeijl: Kriege gegen Frauen. Project Syndicate, 26. Mai 2008, abgerufen am 6. Juni 2010.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHeleen Mees: Funktioniert die Legalisierung der Prostitution? Project Syndicate, 23. Januar 2009, abgerufen am 6. Juni 2010.