Helena Pawlowna Romanowa

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Dieser Artikel behandelt die gebürtige Großfürstin von Russland. Für die gebürtige Prinzessin Charlotte von Württemberg siehe ebendort.
Helena Pawlowna im großfürstlichen Ornat. Porträt von Wladimir Lukitsch Borowikowski aus dem Jahre 1795
Großfürstin Helena, um 1802. Porträt von Joseph Maria Grassi

Helena Pawlowna Romanowa, Großfürstin von Russland (russisch Елена Павловна, * 13. Dezemberjul./ 24. Dezember 1784greg. in Sankt Petersburg; † 24. September 1803 in Ludwigslust) war ein Mitglied des Hauses Romanow-Holstein-Gottorp. Durch Heirat wurde sie Erbprinzessin von Mecklenburg.

Leben[Bearbeiten]

Helena war die zweite Tochter des Zaren Paul I. von Russland (1754–1801) und seiner zweiten Ehefrau, Zarin Maria Feodorowna, Prinzessin Sophie Dorothee von Württemberg (1759–1828), Tochter von Herzog Friedrich II. Eugen und Prinzessin Friederike Dorothea Sophia von Brandenburg-Schwedt. Sie hatte neun Geschwister, darunter die späteren Zaren Alexander I. und Nikolaus I.. Ihre Großmutter Zarin Katharina II. fand ihre Enkelin als Baby wunderschön und so gab sie ihr den Namen Helena nach dem Vorbild aus Homers Epos Helena von Troja. Ihre Erziehung und die schulische Ausbildung lag in den Händen mehrerer Hauslehrer und Gouvernanten. Sie wurde in Philosophie, Literatur, Musik, Tanz und in Sprachen (Deutsch, Italienisch, Französisch und Englisch) unterrichtet.

Am 23. Oktober 1799 heiratete die 14 Jahre alte Großfürstin Helena in Gattschina den Erbprinzen Friedrich Ludwig zu Mecklenburg (1778–1819), ältester Sohn des Großherzogs Friedrich Franz I. und seiner Frau Prinzessin Luise von Sachsen-Gotha. Aus der harmonischen Ehe gingen zwei Kinder hervor:

Kurz nach der Geburt ihrer Tochter erkrankte Erbprinzessin Helena schwer, vermutlich an einer Lungenentzündung, und starb am 24. September 1803. Sie wurde zunächst in der Ludwigsluster Schlosskirche im Gewölbe unter der Kanzel beigesetzt und der Leichnam nach Fertigstellung in das 1804 bis 1806 errichtete Helenen-Paulownen-Mausoleum im Schlosspark Ludwigslust überführt.[1] Ihr Mann heiratete noch zweimal, 1810–1816 Prinzessin Karoline Luise von Sachsen-Weimar und 1818–1819 Prinzessin Auguste von Hessen-Homburg.

In Ludwigslust erinnert ein um 1810 von Franz Pettrich gestaltetes Denkmal an sie.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Helena Pawlowna Romanowa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Kenzler: Kurze Lebenszeit edel ausgefüllt. Warum Ludwigslust ein Helenen-Paulownen-Mausoleum hat. In: Mecklenburg-Magazin (2006), 37, S. 13