Helga Paris

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Helga Paris (* 21. Mai 1938 in Gollnow (Pommern) ist eine deutsche Fotografin, die durch ihre Alltags- und sozialkritischen Fotografien in der DDR bekannt wurde.

[Bearbeiten] Leben

Nach ihrem Abitur in Zossen studierte Helga Paris von 1956 bis 1960 Modegestaltung an der Fachschule für Bekleidung in Berlin und absolvierte ein Praktikum im VEB Treffmodelle Berlin. Anschließend arbeitete sie als Dozentin für Kostümkunde und Gebrauchsgrafikerin. Ab 1964 begann sie, sich die Grundlagen der Fotografie autodidaktisch anzueignen. Da sie die Fotografie sehr interessierte, arbeitete sie von 1967 bis 1968 als Fotolaborantin, danach als Fotografin freischaffend. Ihr Werk ist sehr breit gefächert. So fotografierte sie 1975 Szenen der Inszenierungen von Benno Besson an der Berliner Volksbühne und hatte 1978 ihre erste Personalausstellung an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Mitte der Achtziger Jahre dokumentierte sie den baulichen Verfall der Innenstadt von Halle. Die für 1986 geplante Ausstellung "Häuser und Gesichter. Halle 1983-85" in der Galerie Marktschlößchen in Halle wurde wenige Tage vor der Eröffnung abgesagt, da ihre Bilder zu offensichtlich die verfehlte Wohnungspolitik in Halle zeigte. Ein Katalog und Ausstellungsplakate waren bereits gedruckt.

Seit 1996 ist Helga Paris Mitglied der Akademie der Künste (Berlin). 2003 erlangte ihre Ausstellung der 12teilige Folge "Selbstbildnisse 1981-88" im Rahmen der Ausstellung "Kunst in der DDR" in der Neuen Nationalgalerie Berlin große Aufmerksamkeit.

Helga Paris war von 1961 bis 1974 mit dem Maler Ronald Paris verheiratet.

[Bearbeiten] Werke

Sozialkritische Fotografien

  • 1974 "Müllfahrer"
  • 1975 "Berliner Eckkneipen"
  • 1975 "Möbelträger"
  • 1980 "Altersheim"
  • 1981/82 "Berliner Jugendliche"
  • 1984 "Frauen im Bekleidungswerk VEB Treffmodelle, Berlin"

[Bearbeiten] Literatur

Persönliche Werkzeuge
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