Helge Braun

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Helge Braun (2013)

Helge Reinhold Braun (* 18. Oktober 1972 in Gießen) ist ein deutscher Politiker der CDU, direkt gewählter Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Gießen und Staatsminister bei der Bundeskanzlerin.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1992 an der Liebigschule in Gießen und dem Wehrdienst in Koblenz studierte Helge Braun von 1992 bis 2000 Chemie und Humanmedizin an den Universitäten in Marburg und Gießen. Seit 2001 war er als Arzt am Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH – Standort Gießen in der Klinik für Anaesthesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie tätig. 2007 promovierte er über den Einfluss intraoperativer Tachykardien auf die postoperative Prognose zum „Doctor medicinae“. Helge Braun ist römisch-katholisch und verheiratet.

Partei[Bearbeiten]

Von 1988 bis 2007 war Helge Braun Mitglied in der Jungen Union (JU) Gießen. Er war von 1992 bis 1997 Kreisvorsitzender der JU und von 1998 bis 2001 Bezirksvorsitzender der JU Mittelhessen.

Seit 1990 ist er Mitglied der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU). Seit 1992 ist er Mitglied des Vorstandes des CDU-Kreisverbandes Gießen, seit 2003 ist er Kreisvorsitzender. 1995 wurde er stellvertretender Bezirksvorsitzender der CDU Mittelhessen und seit 2007 ist er Bezirksvorsitzender.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Helge Braun gehörte von 1997 bis 2009 der Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Gießen an.

Von Oktober 2002 bis September 2005 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit dem 10. Dezember 2003 war er stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe Hessen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Braun war Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Außerdem war er stellvertretendes Mitglied im Petitionsausschuss.

Bei der Bundestagswahl 2005 scheiterte der bei der Direktwahl gegen den SPD-Direktkandidaten Rüdiger Veit und konnte auch über die Landesliste nicht in den Bundestag einziehen. Im Folgejahr trat er bei der Kommunalwahl als Spitzenkandidat der CDU in den Kreistag des Landkreises Gießen ein und war bis 2009 Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion.

Bei der Bundestagswahl 2009 gewann er das Direktmandat des Wahlkreises 174 (Gießen) mit 59.441 (36,7 %) Stimmen [1] und ist seitdem wieder Abgeordneter im Deutschen Bundestag. In der Folge wurde er zum Parlamentarischen Staatssekretär berufen und erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden der Landesgruppe Hessen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt.

Bei der Bundestagswahl 2013 errang Braun 67.587 Stimmen (44,4%)[2] und siegte damit wiederum gegen den SPD-Direktkandidaten Rüdiger Veit im Wahlkreis Gießen (173).

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Braun ist Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag. Die Deutsche Stiftung Friedensforschung wählte ihn 2009 zum stellvertretenden Vorsitzenden. Braun ist Mitglied im Hochschulrat der Vietnamesisch-Deutschen Universität (VGU) in Ho-Chi-Minh Stadt. Er gehört dem Kuratorium der Stiftung Lesen an.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Im Kabinett Merkel II war Braun Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung.[3]

Braun wurde am 17. Dezember 2013 von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Staatsminister bei der Bundeskanzlerin für Bürokratieabbau, bessere Rechtsetzung und die Koordinierung der Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt im Kabinett Merkel III ernannt.[4][5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wahlkreisergebnisse 2009 beim Bundeswahlleiter
  2. Wahlkreisergebnisse 2013 beim Bundeswahlleiter
  3. Thorsten Winter: Aus dem Klinikum in die Bundesregierung. Gießener wird Staatssekretär. In: Rhein-Main-Zeitung. 25. Oktober 2009.
  4. Helge Braun wird Staatsminister. In: Gießener Anzeiger. 16. Dezember 2013.
  5. Merkel bestätigt: Braun (CDU) wechselt ins Kanzleramt. In: Gießener Allgemeine Zeitung. 15. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten]