Helgoland-Klasse (1964)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flagge
Helgoland-Klasse
Fehmarn in der neuen Jadewerft (rechts)
Fehmarn in der neuen Jadewerft (rechts)
Übersicht
Typ Bergungsschlepper
Einheiten Helgoland (A 1457)
Fehmarn (A 1458)
Bauwerft

Schichau Unterweser AG, Bremerhaven

Kiellegung 1964–1965
Stapellauf 1965
Indienststellung 1966–1967
Technische Daten
Verdrängung

1.557 ts

Länge

67,91 Meter

Breite

12,42 Meter

Tiefgang

4,2 Meter

Besatzung

34 (zivil)

Antrieb

Dieselelektrischer Antrieb:
4 MWM Tb 12 RS 18/22 Dieselmotoren mit Drehstromgeneratoren
2 Gleichstrom-Fahrmotoren mit gesamt 3.300 PS

Geschwindigkeit

17 kn

Reichweite

5.800 sm bei 13 kn

Bunkermenge

314 

Bewaffnung

Eine Breda 40mm/L70 Doppellafette (kokoniert)

Pfahlzug

36 tbp

Die zweite Helgoland-Klasse in der Geschichte der Deutschen Marinen ist eine Bauserie von zwei Bergungsschleppern der Klasse 720.

Entwurf[Bearbeiten]

Der Rumpf ist in Maierform mit Eisverstärkung (finnische Eisklasse 1A) gebaut und in neun wasserdichte Abteilungen unterteilt. Die Aufbauten sind aus Leichtmetall. Die Schiffen haben ABC-Schutz, magnetischen Eigenschutz und für die Fahrt in Eisgebieten im vorderen Mast ein geschlossenes Krähennest. Das Einsatzgebiet ist unbegrenzt.

Bauwerft war die Schichau Unterweser AG (Baunummern 442 und 451) in Bremerhaven.

Ausrüstung[Bearbeiten]

Einheiten[Bearbeiten]

  • 720/01 Helgoland (1966–2002)
Hauptartikel: Helgoland (A 1457)

Nach der Indienststellung am 8. März 1966 gehörte die Helgoland zum 2. Versorgungsgeschwader (ab April 1997 Trossgeschwader) und war im Marinestützpunkt Wilhelmshaven stationiert. Am 19. Dezember 1997 wurde sie außer Dienst gestellt und 1998 an die Uruguayische Marine verkauft. Dort ist das Schiff als ROU 22 Oyarvide im Einsatz.

  • 720/02 Fehmarn (seit 1967)

Die Fehmarn stellte am 1. Februar 1967 in Dienst und gehörte zunächst auch zum 2. Versorgungsgeschwader. Mit der Außerdienststellung am 12. September 1968 von der Reserveflottille übernommen, wurde die Fehmarn bereits am 15. Juli 1969 wieder für das 1. Versorgungsgeschwader reaktiviert und war danach überwiegend als Sicherungsschiff für die Ubootlehrgruppe im Einsatz.

Nach der Auflösung der Ubootlehrgruppe wechselte der Heimathafen 1989 von Neustadt in Holstein nach Olpenitz und seit November 2005 ist die Fehmarn in Kiel stationiert. Seit April 1997 ist sie dem Trossgeschwader unterstellt.

Obwohl als zweite Einheit in Dienst gestellt, bezeichnet die Deutsche Marine heute, vermutlich weil nur noch die Fehmarn in Dienst ist, die beiden Schiffe als Fehmarn-Klasse (720).[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite der Deutschen Marine (abgerufen am 22. Juli 2014)

Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Kroschel, Klaus-Jürgen Steindorff: Die Deutsche Marine 1955–1985, Schiffe und Flugzeuge. Wilhelmshaven 1985, Verlag Lohse - Eissing, ISBN 3-92-0602-30-7
  • Gerhard Koop/Siegfried Breyer: Die Schiffe, Fahrzeuge und Flugzeuge der deutschen Marine von 1956 bis heute, Bernard & Graefe Verlag, Bonn 1996, ISBN 3-7637-5950-6
  • W. Gerschau/W. Doskozil: 3000-PS-Bergungsschlepper "Helgoland" in HANSA Ausgabe 9/1966 S. 747–752