Helheim (Band)

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Helheim
Allgemeine Informationen
Genre(s) Viking Metal
Gründung 1992
Website http://www.helheim.com
Gründungsmitglieder
V’gandr (Ørjan Nordvik[1])
Gesang, Gitarre
H’grimnir
Hrymr
Aktuelle Besetzung
Gesang, Bass
V’gandr
Gesang, Gitarre
H’grimnir
Schlagzeug
Hrymr
Noralf
Ehemalige Mitglieder
Nidhogg (1993)
Lindheim (1999 - 2005)
Lead-Gitarre
Thorbjørn (1999 - 2008)

Helheim (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen norwegischen NSBM-/Industrial-Metal-Band, die auch unter dem Namen The Helheim Society auftrat) ist eine norwegische Band, welche zu den Begründern der norwegischen Viking-Metal-Bewegung zählt.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Band wurde 1992 von V’gandr und H’grimnir in Bergen gegründet. Kurze Zeit später stieg Hrymr als Schlagzeuger mit ein, und Helheim spielten auf einigen Festivals in Bergen, um Live-Erfahrung zu sammeln. Mitte 1993 stieß Nidhogg zur Band und es wurde der Entschluss gefasst, eine Demo aufzunehmen. Somit wurde im Herbst 1993 Helheim veröffentlicht. Auf Grund dessen, dass die Band das Material als zu schlecht empfand, wurde die Demo nie über die Grenzen Norwegens hinaus verbreitet. Man begann neues Material zu schreiben und zwischenzeitlich verließ Nidhogg wieder die Band. 1994 wurde Nidr ok Nordr liggr Helvegr veröffentlicht, wodurch das deutsche Label Solistitium Records (heute Millenium Records) auf Helheim aufmerksam wurde, und für zwei Alben unter Vertrag nahm. Die Band nahm 1995 ihr Debüt Jormundgand im Studio der Grieghallen in Norwegen auf. 1996 folgte die erste Europatournee wonach die Band sofort wieder mit der Arbeit für ihr zweites Album Av Norrøn Ætt begann. Dieses wurde wieder in den Grieghallen aufgenommen.

Nachdem die Plattenfirma Massacre Records das Interesse an der Band verloren hatte, suchte diese zunächst nach einer neuen, da V’gandr „die Bands [gemeint sind Helheim und Aeternus] und das Label [Dark Essence Records] nicht vermischen“ wollte; da aber die übrigen Mitarbeiter von Dark Essence Records und Mitglieder beider Bands ein starkes Interesse an einem Vertrag hatten, stimmte er letztlich zu, lehnte aber eine Teilnahme an den Vertragsverhandlungen ab, da er „nicht auf beiden Seiten des Zaunes stehen“ wollte.[1] Über Dark Essence Records erschien 2006 The Journeys and the Experiences of Death, das nicht im Grieghallen-Studio, sondern im Conclave aufgenommen worden war.

Stil[Bearbeiten]

Zunächst orientierte Helheim sich am norwegischen Black Metal, eingesetzt wurden überwiegend Blastbeats und hoher Kreischgesang, aber auch genrefremde Elemente wie Maultrommel, Trompete und Frauengesang.[2] Auch die Produktion entsprach dem typischen Klang des Grieghallen-Studios, wo auch Mayhem, Darkthrone und Burzum Alben aufnahmen. Auf späteren Alben wurde die Musik schleppender und vielschichtiger. Wiederholt wurden Vergleiche mit Enslaved gezogen.[3]

Diskographie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1995: Jormundgand (‚Midgardschlange‘)
  • 1997: Av Norrøn Ætt (‚von nordischem Geschlecht‘)
  • 1999: Blod & Ild (‚Blut und Feuer‘)
  • 2003: Yersinia Pestis (Yersinia pestis)
  • 2006: The Journeys and the Experiences of Death (‚Die Reisen und die Erfahrungen des Todes‘)
  • 2006: The Journeys and the Experiences of Death/Helsviti (Doppel-CD/Digipack/2000 Stck.)
  • 2008: Kaoskult (‚Chaoskult‘)
  • 2011: Heiðindómr ok mótgangr (‚Heidentum und Widerstand‘)

MCDs[Bearbeiten]

  • 1999: Terrorveldet (‚Das Reich des Terrors‘)
  • 2001: Helsviti (‚Hels Bestrafung‘)

Demos[Bearbeiten]

  • 1993: Helheim (Helheim)
  • 1994: Nidr ok Nordr liggr Helvegr (‚Unten und im Norden liegt Helheim‘)

Sampler-Beiträge[Bearbeiten]

  • 2012: Witches Sabbath auf A Tribute to Emperor – In Honour of Icon E

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Rüdiger Stehle: HELHEIM: Interview mit V'Gandr. Powermetal.de, abgerufen am 29. Januar 2011.
  2. Tyr: HELHEIM - Jormundgand. metal.de, abgerufen am 29. Januar 2011.
  3. Hagen Kempf: Helheim / Kaoskult - Review. Powermetal.de, 25. Juni 2008, abgerufen am 29. Januar 2011.

Weblinks[Bearbeiten]