Hellboy (Film)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Hellboy |
| Originaltitel: | Hellboy |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 2004 |
| Länge: | Kinofassung: 117 Minuten Director's Cut: 127 Minuten |
| Originalsprache: | Englisch, Russisch |
| Altersfreigabe: | FSK 12 (Kinofassung) FSK 16 (Director's Cut) |
| Stab | |
| Regie: | Guillermo del Toro |
| Drehbuch: | Guillermo del Toro Peter Briggs Mike Mignola |
| Produktion: | Lawrence Gordon Lloyd Levin Mike Richardson |
| Musik: | Marco Beltrami |
| Kamera: | Guillermo Navarro |
| Schnitt: | Peter Amundson |
| Besetzung | |
|
|
Hellboy (2004) ist eine US-amerikanische Comicverfilmung von Guillermo del Toro, beruhend auf dem gleichnamigen Dark Horse-Comic von Mike Mignola. Der Titelheld wird von Ron Perlman gespielt. Der Film wurde 2008 mit Hellboy – Die goldene Armee fortgesetzt. Zusammen mit einem noch titellosen dritten Teil soll er eine Trilogie formen, die das Schicksal seiner Charaktere und die Pulp-Ästhetik, die die Comic-Vorlage charakterisiert, konsequent zu Ende denkt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Inhalt
Hellboy ist ein Dämon, den die Nazis im Jahre 1944 mit Unterstützung der Thule-Gesellschaft und Grigori Rasputin, einem nicht totzukriegenden Berater des letzten russischen Zaren, durch Öffnung eines Dimensionsportals heraufbeschworen hatten, um den Krieg mit Hilfe überirdischer Mächte zu gewinnen. Die Alliierten, unter ihnen Professor Trevor „Broom“ Bruttenholm, unterbrachen jedoch die Zeremonie und fanden den kleinen, roten Dämonen, den sie Hellboy nannten. Danach nahm Bruttenholm Hellboy unter seine Fittiche.
Etwa 60 Jahre später ist Hellboy immer noch nicht ganz erwachsen, dafür zu einem riesengroßen und unkontrollierbaren Dämon geworden, der für die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen (einer Unterabteilung des FBI) auf Dämonenjagd geht. Er verfügt über große Kraft und Beweglichkeit und ist mit einem Revolver bewaffnet, dessen Munition mit Weihwasser, Knoblauch, Silber und allerlei anderen Dingen gefüllt ist, die gegen übernatürliche Gegner helfen sollen. Hellboy hat aber auch viele menschliche Eigenschaften: er raucht Zigarren, isst gerne Schokolade, Nachos und kümmert sich um kleine Kätzchen.
Schließlich wird Rasputin von seinen Gehilfen Ilsa und Karl Ruprecht Kroenen wiederbelebt und plant, mit Hellboys Hilfe die Apokalypse herbeizuführen. Er tötet Hellboys Ziehvater Bruttenholm und lockt den Dämon zusammen mit seinen Mitstreitern – der Feuer erschaffenden Liz, dem jungen FBI-Agenten John und dem Leiter für Spezialoperationen Tom Manning – nach Russland.
Rasputin provoziert Hellboy, unter anderem dadurch, dass er Liz, in die der Dämon verliebt ist, die Seele raubt. Um sie dennoch zu retten, beginnt Hellboy das Tor zur Höllendimension zu öffnen. Doch John gelingt es im letzten Moment, Hellboy zu besänftigen. John erinnert den Dämon daran, dass dieser selbst Herr seines Schicksals ist und kein Dämon sein muss. Hellboy entscheidet sich für die Menschheit und vernichtet Rasputin. Danach gelingt es Hellboy, auch Liz wiederzubeleben und die beiden werden ein Paar.
[Bearbeiten] Hintergrund
Die Produzenten wollten die Titelrolle ursprünglich mit Vin Diesel besetzen; Regisseur Guillermo del Toro bestand jedoch auf Ron Perlman als Hellboy und setzte sich durch.
[Bearbeiten] Fortsetzung
Die Fortsetzung „Hellboy – Die goldene Armee“ (Hellboy II: The Golden Army) kam am 16. Oktober 2008 in die Kinos. Regie führte wieder Guillermo del Toro. Ron Perlman, Selma Blair und Doug Jones übernahmen erneut die Rollen Hellboy, Liz und Abe Sapien.[1] Ursprünglich sollte die Fortsetzung bereits im Sommer 2007 in die Kinos kommen, da die Produktionsfirma Revolution Studios jedoch Konkurs anmelden musste, übernahm Universal Pictures die Rechte und produzierte Hellboy II.[2]
[Bearbeiten] Director's Cut
Auf DVD erschienen sowohl die im Kino gezeigte Version als auch ein etwa zehn Minuten längerer Director's Cut, der allerdings eine höhere Altersfreigabe (FSK ab 16 Jahren) hat. Der Grund für diese geänderte Einstufung ist jedoch das beigefügte Comicheft und nicht der Inhalt der verlängerten Filmfassung.
[Bearbeiten] Abweichung von historischen Daten
Im Film wird Hellboy 1944 von der Thule-Gesellschaft heraufbeschworen; zudem wird behauptet, Adolf Hitler habe sich dieser in den 30er Jahren angeschlossen. In Wahrheit kam Hitler 1919 mit Dietrich Eckart von der Thule-Gesellschaft in Kontakt; es gibt keinen Beleg für ein unmittelbares Interesse Hitlers an der Thule-Gesellschaft. Zudem wurde diese 1925 aufgelöst.
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- 2005: DVD Champion in der Kategorie Special Edition für den Director's Cut
[Bearbeiten] Kritiken
„Atmosphärisch stimmige Comic-Verfilmung mit perfekt besetzten Darstellern, ausgezeichnetem Make-Up- und Set-Design sowie einer konsequenten morbid-sarkastischen Grundstimmung.“
– Lexikon des Internationalen Films
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
- Hellboy in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Hellboy in der Online-Filmdatenbank
- Offizielle Seite zum Film
Cronos (1992) | Mimic – Angriff der Killerinsekten (1997) | The Devil’s Backbone (2001) | Blade II (2002) | Hellboy (2004) | Pans Labyrinth (2006) | Hellboy – Die goldene Armee (2008)

