Hellring

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Die Wallfahrtskirche St. Ottilia in Hellring

Hellring ist ein Weiler mit etwa 50 Einwohnern in der niederbayerischen Gemeinde Langquaid. Der kleine Ort besteht aus einigen landwirtschaftlichen Anwesen und einer Wallfahrtskirche. Hellring wird mit Betonung auf der zweiten Silbe ausgesprochen.

Wallfahrt[Bearbeiten]

Hellring wird erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt, als das Kloster Paring hier die Betreuung der Wallfahrt übernahm. Historiker vermuten allerdings, dass bereits im 8. Jahrhundert eine Kirche in Hellring bestanden habe.

Über die erste Kirche ist nichts bekannt, der Nachfolgebau wurde um 1150 an dieser Stelle errichtet; der Bau der dritten Kirche 1246 begonnen. Die heutige Barockkirche ist mittlerweile der vierte Kirchenbau, er wurde 1733 bis 1735 erbaut. Von 1984 bis 1996 wurde St. Ottilia restauriert und 1997 neu geweiht.

Dult[Bearbeiten]

Obwohl der Namenstag der Heiligen Ottilia am 13. Dezember gefeiert wird, findet der Hellring (so der Name der Dult) „wegen des besseren Wetters“ bereits am zweiten Sonntag im Oktober statt. Der Hellring beginnt am Donnerstag und dauert bis Montag.

Außergewöhnlich an diesem Kirchenfest ist, dass die Bewohner Hellrings das Recht auf ein so genanntes „Einschenken und Auskochen“ haben. Die Hellringer Hofbesitzer bewirten die Wallfahrer dazu in ihren Häusern; die Anzahl der teilnehmenden Höfe ging jedoch im Laufe der Zeit auf mittlerweile vier zurück.

Profanes[Bearbeiten]

2005 drehte Sandra Schlittenhardt für die Sendereihe Unter unserem Himmel einen Dokumentarfilm mit dem Titel Hellring und seine Dult.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

48.85111111111112.066666666667Koordinaten: 48° 51′ N, 12° 4′ O