Helmholtzplatz

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Spielplatzbereich im Westteil des Platzes

Der Helmholtzplatz ist ein rechteckiger Platz im Ortsteil Prenzlauer Berg des Bezirks Pankow von Berlin. Er bildet den zentralen Platz des Helmholtzkiezes. Er ist benannt nach dem Physiker Hermann von Helmholtz. Der stark begrünte Platz mit mehreren Kinderspielplätzen und einem Kieztreff liegt etwa drei Meter über dem Niveau der ihn umgebenden Wohnstraßen Raumerstraße, Lychener Straße, Lettestraße und Dunckerstraße. Er vermittelt den Charakter eines kleinen Parks inmitten des dichtbesiedelten Altbaugebiets und erfüllt die Funktion einer wichtigen Erholungsfläche für die Bewohner.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Der Helmholtzplatz liegt im Nordosten Berlins in einem dicht bebauten Wohngebiet, das durch die Schönhauser Allee, die Danziger Straße, die Prenzlauer Allee sowie die S-Bahn-Trasse der Ringbahn begrenzt wird. Umgangssprachlich wird das Gebiet auch Helmholtzkiez genannt.

[Bearbeiten] Geschichte

1999 neu gestaltetes Trafohaus auf der Osthälfte des Platzes
Mittelbereich des Helmholtzplatzes

Im Hobrecht-Plan von 1862, der auch die Bebauung des damals noch landwirtschaftlich genutzten Windmühlenbergs vorsah, trug der Platz die Bezeichnung „D XII“. 1885 wurde die in diesem Gebiet bestehende Ringofen-Ziegelei des Deutsch-Holländischen Aktien-Bauvereins gesprengt und mit Mietwohnhäusern bebaut. Erst nach Protesten der Anwohner hin wurden die Reste des alten Ringofens zugeschüttet. Am 4. August 1897 erhielt der Platz dann seinen heutigen Namen. Bereits 1898 begann man mit der Gestaltung als gärtnerische Schmuckanlage mit Spielbereichen. 1928 wurde in der Osthälfte des Platzes ein Trafohaus als elektrische Schaltstation gebaut. Dieses wurde mit einem Sitzbereich und Wetterschutz ergänzt.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges gab es auch einige Zerstörungen auf dem Helmholtzplatz. Danach wurde er als parkähnlicher Stadtplatz mit Kinderspielplatz, Sitzgelegenheiten und Wiese neu gestaltet. Um 1950 wurde der Säulenbereich des Trafohauses vermauert. 1976 wurde auf dem Platz eine öffentliche Bedürfnisanstalt gebaut und ein Ballspielplatz eingerichtet. 1983 wurde ein großer Teil des Platzes versiegelt, um ihn als zentralen Verkehrserziehungsgarten des Stadtbezirks Prenzlauer Berg zu nutzen.

Nach der Wende 1989 gab es zahlreiche Ideen zur Umgestaltung des Platzes. Die Säulenhalle des Trafohauses wurde wieder freigelegt und es gab Ausgrabungen im Bereich der alten Ziegelei. In den 1990er-Jahren wurde das Quartier um den Helmholtzplatz vom Berliner Senat zum Sanierungsgebiet erklärt. 1993 lobte der Berliner Senat einen Wettbewerb zur Freiraumgestaltung aus. Allerdings dauerte es bis 1998, ehe die Gelder für einen Umbau zur Verfügung standen. In der Zwischenzeit verwilderte der Platz und wurde zu einem Treffpunkt von Punks und Alkoholikern. 1998 wurden dann zunächst der Bolzplatz und die Spielanlagen rekonstruiert. Von 1999 bis 2000 wurden die übrigen Bereiche in drei Bauabschnitten unter Berücksichtigung verschiedener Nutzerbedürfnisse neu gestaltet. Aus der Bedürfnisanstalt wurde ein Nachbarschaftshaus und in das Trafohaus zog ein Laden für Kindermode mit Aktionsgalerie ein.

[Bearbeiten] Sonstiges

  • In der Dunckerstraße 77 befindet sich eine Zweigstelle des Heimatmuseums Prenzlauer Berg, wo im ersten Stock die Geschichte der Bebauung des Helmholtzkiezes anschaulich vermittelt wird.
  • Im Haus Duncker- Ecke Raumerstraße drehte Andreas Dresen 2005 seinen Spielfilm Sommer vorm Balkon.

[Bearbeiten] Weblinks


52.54305555555613.419166666667Koordinaten: 52° 32′ 35″ N, 13° 25′ 9″ O

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