Helmut Boselmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Helmut Boselmann

Helmut Maria Boselmann (* 2. Oktober 1948 in Wien; † 6. März 2007 ebenda) war ein österreichischer Fotograf, Schauspieler, Filmemacher, Maler und Fotofachhändler in Wien. Als Filmemacher und Schauspieler war er gemeinsam mit dem Filmemacher John Cook Protagonist der Wiener Bohème der 1970er Jahre.

Leben[Bearbeiten]

Helmut Boselmann arbeitete als gelernter Fotofachhändler in Wien, bis ihn der kanadische Filmemacher John V. Cook als Schauspieler und Drehbuchautor entdeckte.

Cook und Boselmann realisierten mit dem jungen Filmproduzenten Michael Pilz zwischen 1974 und 1976 den dokumentarischen Spielfilm Langsamer Sommer - ein großteils privat-finanzierter Low-Budget-Film, der auf Super 8 gedreht und auf 35 mm umkopiert wurde. Langsamer Sommer lief auf zahlreichen heimischen und internationalen Festivals (u.a. Internationale Filmfestspiele von Cannes 1977, Internationales Filmfestival Karthago 1977) und in österreichischen Programmkinos, und gilt heute als Klassiker des österreichischen Kinos.

Boselmanns Gabe des Geschichtenerzählens lieferte auch Episoden und Ideen für Helmut Zenkers satirische Krimiserie Kottan ermittelt.

Als Maler wirkte Boselmann 2006 an der künstlerischen Großinstallation Integrationsweltkugel der Linzer Künstlergemeinschaft Agens mit.

Zuletzt förderte Helmut Boselmann als Kurator und Initiator der Ausstellungsserie Photographie 7x7 österreichische Fotografen. Photographie 7x7 wird in seinem Sinne weitergeführt.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1974/1976: Langsamer Sommer (Schauspiel/Kamera: Helmut Boselmann, Drehbuch/Regie: John Cook, Produzent: Michael Pilz; engl. Titel Slow Summer)
  • 1978: Schwitzkasten (Regie: John Cook, Drehbuch: John Cook & Helmut Zenker, Stills: Helmut Boselmann; engl. Titel Sweatbox)
  • 1982: Artischocke (Autor: Helmut Boselmann, Drehbuch/Regie: John Cook; engl. Titel Artichoke)

Literatur[Bearbeiten]

  • Omasta Michael, Möller Olaf: John Cook - Viennese by choice, Filmemacher von Beruf. Synema, Wien 2006 (Interview S. 72ff.).

Weblinks[Bearbeiten]