Helmut Schulte

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Helmut Schulte 2013, als Sportdirektor des SK Rapid Wien

Helmut Schulte (* 14. September 1957 in Kirchveischede,[1] Kreis Olpe) ist ein deutscher Fußballtrainer und Sportmanager.

Spieler[Bearbeiten]

In seiner aktiven Karriere als Spieler war Helmut Schulte nur wenig erfolgreich. Er spielte unter anderem für den SC Fortuna Köln und den FC St. Pauli.

Trainer und Manager[Bearbeiten]

Schultes Einstieg ins Trainergeschäft verlief auf ungewöhnliche Art: Durch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme kam er 1984 als Jugendtrainer zum FC St. Pauli. Später wurde er Co-Trainer der Profimannschaft und nach dem Weggang von Willi Reimann zum Lokalrivalen Hamburger SV wurde Schulte Cheftrainer. Noch in der gleichen Saison stieg er mit dem FC St. Pauli in die Bundesliga auf; im Februar 1991 wurde er entlassen. Zur Saison 1991/92 übernahm er den Trainerposten beim Bundesliganeuling Dynamo Dresden. Obwohl er den Klassenerhalt geschafft hatte, trat Schulte nach nur einer Saison zurück. Danach arbeitete er für kurze Zeit als Co-Kommentator bei Sat.1, bevor er im Januar 1993 ein Angebot das FC Schalke 04 als Nachfolger von Udo Lattek annahm. Nach einem zehnten Platz in der Saison 1992/93 und einem schlechten Start in die Saison 1993/94 wurde er entlassen.

In der Folgezeit arbeitete Schulte als Manager beim VfB Lübeck und beim FC St. Pauli und war von 1998 bis Ende Februar 2008 sportlicher Leiter im Nachwuchsbereich des FC Schalke 04.[2] Zum 1. März 2008 kam er zum dritten Mal zum FC St. Pauli; hier arbeitete er als Geschäftsführer Sport.[3] Sein bis Februar 2013 laufender Vertrag wurde allerdings im Mai 2012 aufgelöst.[4] Über seine Zeit bei St. Pauli schrieb Schulte ein Buch, das im Februar 2013 veröffentlicht wurde.[5]

Der SK Rapid Wien verpflichtete Schulte Zum 1. Januar 2013 als neuen Sportdirektor.[6] Seit dem 1. Januar 2014 war er Sportvorstand bei Fortuna Düsseldorf. Er wurde gemeinsam mit Wolf Werner bis zum 31. März 2014 Schritt für Schritt in die Position eingeführt und war seitdem für Kaderplanung zuständig. Er löste Wolf Werner ab und hatte einen bis zum Jahr 2016 gültigen Vertrag.[7] Am 11. Mai 2015 wurde er von seinen Aufgaben freigestellt.[8]

Bemerkenswertes[Bearbeiten]

Am 18. Januar 2007 wurde Schulte in Essen während des Orkans Kyrill durch eine umstürzende Buche schwer verletzt. Er erlitt einen Bruch des zweiten Halswirbels.[9] Der damals 49-jährige Schulte schwebte dabei zeitweilig in Lebensgefahr.

In dem Spielfilm Fußball ist unser Leben von 1999 spielte er sich selbst in seiner Funktion als Nachwuchskoordinator vom FC Schalke 04.

Stationen als Trainer[Bearbeiten]

  • 1984–1987: Nachwuchs- und Co-Trainer FC St.Pauli
  • 11. November 1987 – 19. Februar 1991: FC St. Pauli
  • 1. Juli 1991 – 30. Juni 1992: Dynamo Dresden
  • 18. Januar 1993 – 10. Oktober 1993: FC Schalke 04

Buch[Bearbeiten]

Werner Langmaack und Helmut Schulte: Drei St.-Pauli-Leben, Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2013, ISBN 9783730700341

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helmut Schulte auf dem Sprung nach St. Pauli, Sauerlandkurier vom 20. Februar 2008, abgerufen am 25. April 2011
  2. „Schalke 04 und Helmut Schulte gehen zukünftig getrennte Wege“, Website des FC Schalke 04 vom 15. Februar 2008
  3. „Vertragsverlängerung mit Helmut Schulte ist perfekt!“, Website des FC St. Pauli
  4. Überraschung: St. Pauli trennt sich von Schulte
  5. Abrechnung light Hamburger Morgenpost vom 6. März 2013, abgerufen am 25. April 2013
  6. Helmut Schulte ist Sportdirektor des SK Rapid
  7. Auf Helmut Schulte wartet viel Arbeit, Rheinische Post vom 11. November 2013, abgerufen am 11. November 2013
  8. Aufsichtsrat stellt Helmut Schulte frei, f95.de, abgerufen am 12. Mai 2015
  9. „Schulte bestand schwerste Prüfung seines Lebens“, Welt online