Helmut Steinberger

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Rechtswissenschaftler Helmut Steinberger. Zum Schauspieler Helmut Steinberger siehe Helmut Berger.

Helmut Steinberger (* 18. Dezember 1931 in München; † 6. Juli 2014) war ein deutscher Völkerrechtswissenschaftler. Von 1975 bis 1987 war er Richter des Bundesverfassungsgerichts, ab 1995 Richter am Schiedsgerichtshof der OSZE, zu dessen Vizepräsident er 2001 gewählt wurde.

Nach Beendigung seiner juristischen Ausbildung mit dem zweiten Staatsexamen 1961 wurde Steinberger 1963 an der Universität Heidelberg promoviert. Neben einer Tätigkeit am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht und nach Forschungsaufenthalten in Washington, D.C. folgte im Jahr 1971 die Habilitation für die Fächer Deutsches und ausländisches Öffentliches Recht, Völkerrecht und Rechtsphilosophie. In der Folge nahm Steinberger einen Ruf auf eine Professur an die Universität Mannheim an, wo er von 1974 bis 1975 das Amt des Dekans der Juristischen Fakultät bekleidete.

Von 1973 bis 1975 war Steinberger Mitglied des völkerrechtswissenschaftlichen Beirats des Auswärtigen Amtes. Steinberg war von 1981 bis 1987 "Auswärtiges Wissenschaftliches Mitglied" am Heidelberger MPI für ausländisches und öffentliches Recht und Völkerrecht, von 1987 bis zu seiner Emeritierung 1997 war er "Wissenschaftliches Mitglied" der MPG und Direktor an diesem Institut.

Steinberger war Mitglied des American Law Institutes.

Nach Beendigung seiner Amtszeit am Bundesverfassungsgericht wurde Steinberger Ordinarius für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Universität Heidelberg. Vorgänger auf seiner Planstelle am Bundesverfassungsgericht war Walter Seuffert, sein Nachfolger Paul Kirchhof.

2001 wurde er zum Vizepräsidenten des Schiedsgerichtshofs der OSZE berufen.

1987 wurde Helmut Steinberger mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

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