Helmut Zahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt den Chemiker; für den Fußballspieler, siehe Helmut Zahn (Fußballspieler).

Helmut Zahn (* 13. Juni 1916 in Erlangen; † 14. November 2004 in Aachen) war ein deutscher Chemiker, der durch die erste Synthese von Insulin (1963) bekannt wurde. [1]

Der Nobelpreis wurde ihm nicht verliehen; für die Aufklärung der Struktur des Insulins wurde dieser 1958 an Frederick Sanger verliehen. Die Statuten des Nobelkomitees lassen es nicht zu, für ein Forschungsthema mehrfach Nobelpreise zu verleihen.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Er studierte an der Technischen Hochschule Karlsruhe Chemie und wurde 1940 promoviert. Sein Doktorvater war Egon Elöd. 1948 erfolgte die Habilitation an der Universität Heidelberg und 1952 die Berufung zum ersten Direktor des neu gegründeten 'Deutsches Wollforschungsinstitut (DWI)' an der RWTH Aachen. 1957 wurde er auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Textilchemie an der RWTH Aachen berufen und 1981 emeritiert, er führte die Geschäfte des DWI aber bis 1985 weiter. Sein Nachfolger wurde Hartwig Höcker.

Zahn war (Mit)autor von über 700 Publikationen. In seinem Institut wurden weit über 100 Promotionen angefertigt.

Er hatte Ehrendoktorwürden u.a. der Universitäten Barcelona, Belfast, Bradford, Düsseldorf, Leeds und Lüttich. 1979 erhielt er das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, 1987 die Wilhelm-Exner-Medaille

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zahn Helmut, Meienhofer Johannes, Brandenburg Dietrich, et al: . In: Zeitschrift fuer Naturforschung. 18b, Nr. 12, Dezember 1963, S. 1120-1.