Helmuth Andreas Koch

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Andreas Carl Hermann Koch genannt Helmuth Koch (* 17. September 1889 in Bremerhaven; † 2. Juli 1963 in Ilten) war ein deutscher Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker (DNVP, später CDU).

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Koch war der Sohn eines Schiffsingenieuers. Er besuchte ein Gymnasium in Bremerhaven. Danach studierte er Rechtswissenschaft an den Universitäten in Freiburg im Breisgau, Leipzig und Wien. Anschließend nahm er als Soldat am Ersten Weltkrieg teil und wurde mehrfach verwundet. 1920 promovierte er zum Dr. iur. und absolvierte 1921 die 2. Staatsprüfung. Er trat 1922 in den bremischen Staatsdienst beim Amt in Bremerhaven ein und war zunächst juristischer Hilfsarbeiter. 1923 vertrat er den Amtshauptmann, 1925 nahm er kommissarisch das Amt war und 1927 wurde er als Amtshauptmann Leiter des Bremischen Amtes in Bremerhaven.

1937 wurde er aus politischen Gründen vom Dienst suspendiert. Im Zweiten Weltkrieg übernahm er Verwaltungsaufgaben in Gotenhafen (Gdingen).

Er war seit 1946 in der niedersächsischen Landesverwaltung tätig und wurde 1948 Präsident des dortigen Landesernährungsamtes. Seit 1957 fungierte er als Präsident des Bundesoberseeamtes.

Politik[Bearbeiten]

Koch war während der Zeit der Weimarer Republik Mitglied der DNVP. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er am 24. Mai 1945 von der US-amerikanischen Militärregierung als Oberbürgermeister der Stadt Wesermünde eingesetzt und auch zum Verwaltungschef des Stadt- und Landkreises Wesermünde. Am 2. Juli 1946 wurde Gerhard van Heukelum (SPD) zum Oberbürgermeister von Wesermünde gewählt. Koch vertrat erfolglos die Eingliederung der Stadt Wesermünde in das Land Niedersachsen. Bei den Oberbürgermeisterwahlen von 1948 verlor er die Wahl.

Von 1950 bis 1954 war er Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Lüneburg.

Koch trat in die CDU ein, war von 1955 bis 1959 Mitglied des Niedersächsischen Landtages und wurde am 26. Mai 1955 als niedersächsischer Finanzminister in die von Ministerpräsident Heinrich Hellwege geführte Landesregierung berufen. Nach der Bildung einer Koalition aus DP, CDU und SPD schied er am 19. November 1957 aus der Landesregierung aus und wurde als Finanzminister von August Wegmann abgelöst.

Schriften[Bearbeiten]

  • Zwiespalt zwischen Wille und Erklärung bei der Aktienzeichnung, Dissertation Universität Greifswald 1920

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]