Helrunar

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Helrunar
Skald Draugir auf dem Party.San 2013
Skald Draugir auf dem Party.San 2013
Allgemeine Informationen
Genre(s) Pagan Metal
Gründung 2001
Website http://www.helrunar.com/
Gründungsmitglieder
Marcel „Skald Draugir“ Dreckmann
Tim „Dionysos“ Funke (bis 2008)
Sebastian „Alsvartr“ Körkemeier

Helrunar ist eine deutsche Pagan-Metal-Band aus Münster/Osnabrück.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Helrunar wurde im Frühjahr 2001 gegründet und nahm 2003 das erste Demo Grátr auf, welche im Dezember desselben Jahres veröffentlicht wurde und mittlerweile ausverkauft ist. Im Sommer 2004 unterzeichnete die Band ihren ersten Plattenvertrag bei Prophecy Productions. Ende 2004 nahm sie Hauch wird Sturm für eine Split-CD mit Nachtmahr auf, welche im Mai 2005 erschien. Noch im Dezember desselben Jahres veröffentlichte sie ihr erstes reguläres Album Frostnacht über das Prophecy-Productions-Sublabel Lupus Lounge. Im August 2007 spielte die Band auf dem Summer Breeze, im Oktober erschien ihr zweites Album Baldr ok Íss. Am 29. März 2008 fand ein Auftritt auf dem Ragnarök-Festival statt.

Am 17. Juni 2008 verkündete Gitarrist Tim „Dionysos“ Funke seinen Austritt aus der Band. Da ein Ersatz nicht so schnell gefunden werden konnte, fielen die geplante Tournee und sämtliche andere Konzerte vorerst aus. Am 28. August 2009 spielte Helrunar mit neuer Besetzung ihr erstes Konzert seit knapp eineinhalb Jahren auf dem Wolfszeit Festival.

Am 7. Januar 2011 erschien das aus Sól I - Der Dorn im Nebel und Sól II - Zweige der Erinnerung bestehende Konzept-Doppelalbum Sól, dessen erster Teil am 24. Januar Platz 54 der deutschen Media-Control-Charts erreichte.[1]

Alsvartr, 2013

Stil[Bearbeiten]

Die deutsch-, norwegisch- und altnordischsprachigen Texte handeln größtenteils von nordischer Mythologie, weshalb Helrunar häufig dem Pagan Metal zugeordnet wird. Im Vergleich zu vielen anderen Pagan- und Black-Metal-Bands gelten die Texte als intelligent und tiefgründig.[2][3] Einen wesentlichen Einfluss stellen Kenningar dar.[4] Musikalisch ist die Band vom norwegischen Black Metal der Zeit von 1990 bis 1995 beeinflusst,[5] insbesondere den ersten beiden Helheim-Alben, Enslaved, Darkthrone, Satyricon, den ersten drei Ulver-Alben und Taake.[6]

Der Bandname leitet sich vom 1997 von Jan Fries veröffentlichten Buch Helrunar: Ein Handbuch der Runenmagie ab; „Helrunar“ bedeutet „Die mit Hel raunen“.[4] Die Musik von Helrunar vermittelt eine kalte Atmosphäre, typische Black-Metal-Elemente werden durch klaren Gesang und Akustikgitarren-Parts ergänzt.[2]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Sól I - Der Dorn im Nebel
  DE 54 24.01.2011 (1 Wo.) [1]
[1]

Diskographie[Bearbeiten]

  • 2003: Grátr (Demo)
  • 2004: Hauch wird Sturm (Split mit Nachtmahr)
  • 2005: Frostnacht (Album)
  • 2007: Baldr ok Íss (Album, als Special Edition mit DVD)
  • 2009: Grátr (Re-Release der Demo von 2003, als Special Edition mit Zusatz-CD Hauch wird Sturm)
  • 2011: Sól I - Der Dorn im Nebel und Sól II - Zweige der Erinnerung (Sól ist als zwei einzelne CDs sowie in einer Special Edition mit Artbook veröffentlicht worden)
  • 2012: Fragments - A Mythological Excavation (Split mit Árstíðir Lífsins)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c musicline.de: Chartverfolgung: Helrunar
  2. a b Arlette Huguenin: HELRUNAR: Baldr ok Ìss - CD-Review auf Vampster, 9. Dezember 2007 (deutsch, abgerufen am 24. März 2008)
  3. Marius Mutz: Helrunar - Baldr Ok Íss auf Metal1.info (deutsch, abgerufen am 24. März 2008)
  4. a b  HELRUNAR INTERVIEW. In: Nebelmond. Nr. 3 (HELRUNAR INTERVIEW (Version vom 2. März 2008 im Internet Archive), abgerufen am 27. April 2010).
  5.  HELRUNAR INTERVIEW. In: Convivial Hermit. Nr. 2 (HELRUNAR INTERVIEW (Version vom 1. August 2007 im Internet Archive), abgerufen am 27. April 2010).
  6.  HELRUNAR INTERVIEW. In: Mørkeskye. Nr. 8 (HELRUNAR INTERVIEW (Version vom 1. August 2007 im Internet Archive), abgerufen am 27. April 2010).

Weblinks[Bearbeiten]