Helvetia Versicherungen

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Helvetia Holding
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN CH0012271687
Gründung 1858
Sitz Basel, Schweiz
Leitung Stefan Loacker
(CEO)
Erich Walser
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 4'909 (31. Dezember 2011)
Umsatz 6,612 Mrd. CHF (2011)
(Brutto-Prämieneinnahmen)
Branche Versicherungen
Website www.helvetia.com

Die Helvetia ist eine europaweit tätige Schweizer Versicherungsgesellschaft. Das Unternehmen ist seit 1996 in einer Holdingstruktur organisiert. Der Sitz der Helvetia Gruppe befindet sich in St. Gallen.

Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

Das Unternehmen beschäftigt europaweit rund 4'900 Mitarbeitende und operiert neben der Schweiz auch in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Spanien. Weltweit ist das Unternehmen als Rückversicherung tätig.

Dachgesellschaft der Helvetia Gruppe ist die Helvetia Holding AG, deren Namensaktien an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert sind. Grösste Aktionärin der Versicherungsgruppe ist die Patria Genossenschaft mit einem Anteil von 30 Prozent.

Wirtschaftsdaten[Bearbeiten]

Finanzergebnisse in Mio. CHF

(Helvetia Holding)

2008 2009 2010 2011
Geschäftsvolumen 5'712.3 6'711.0 6'755.4 7172.1
Ergebnis aus Kapitalanlagen 72.0 1'239.2 1'133.5 832.9
Periodenergebnis nach Steuern 230.5 326.8 341.5 288.7
Kapitalanlagen 30'759.1 33'072.4 33'587.1 34'839.0

Geschichte[Bearbeiten]

1858 wird die Helvetia als «Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft Helvetia» in St. Gallen gegründet. Als erste Gesellschaft in der Schweiz bietet sie eine Versicherung gegen die Gefahren des Land-, Fluss- und Seetransportes an. Drei Jahre später entsteht in St. Gallen eine eigene private Feuerversicherungsgesellschaft mit dem Namen «Helvetia Feuer». Anlass dafür ist der Brand von Glarus.

1988 beschliessen die Aktionäre die Auflösung der Zwillingsstruktur. Die Helvetia Unfall muss sich umfirmieren und wählt den Namen Elvia, aus der Helvetia Feuer wird die Helvetia Versicherungen.

Im Laufe ihrer Geschichte expandierte die Helvetia in alle fünf Kontinente und legte damit den Grundstein für die Geschäftstätigkeit ausserhalb der Schweiz. 1862 gründete die Helvetia Feuer erste Niederlassungen in Deutschland und expandierte ab 1876 in die USA, wo sie Filialen in Kalifornien und New York eröffnete. Zwischen 1920 und 1962 entstanden weitere Tochtergesellschaften der Helvetia in Frankreich, Italien, Griechenland (verkauft 1997), den Niederlanden (verkauft 1995) und Kanada (verkauft 1999). In Österreich geht die Geschichte der Helvetia auf die Gründung von «Der ANKER, Gesellschaft von Lebens- und Rentenversicherung» im Jahr 1858 zurück. Bis 2006 firmierte die Helvetia Österreich auch unter diesem Namen. Die Gründung von Tochtergesellschaften in Spanien, Italien und Deutschland erfolgte in den Jahren 1986 bis 1988.

1968 schliesst sich die «Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft Helvetia» mit der «Helvetia Unfall» und der «Helvetia Leben» zusammen. Die mittelgrosse Versicherungsgruppe bietet nun die gesamte Produktpalette im Leben- und im Nichtlebengeschäft an. 1974 fusionieren die Helvetia Feuer und die Helvetia Allgemeine dann zur Helvetia Feuer. Am 11. Oktober 1988 beschliessen die Aktionäre an einer ausserordentlichen Generalversammlung der Zwillinge «Helvetia Feuer» und «Helvetia Unfall» die vollständige Trennung der beiden Partnergesellschaften. Die «Helvetia Unfall» nimmt den Namen «Elvia» an, den bereits ihre als Reiseversicherer tätige Tochtergesellschaft trägt. Die «Helvetia Feuer» wird in «Helvetia Versicherungen» umbenannt und erhält ein neues Leit- und Erscheinungsbild. Das dreidimensionale Dreieckssymbol wird eingeführt.

1992 gehen Helvetia und Patria eine strategische Allianz ein. Zwei Jahre später wird das neue Logo am Hauptsitz Schweiz in Basel montiert.

Helvetia und Patria[Bearbeiten]

1996 fusionierte die Gesellschaft mit dem traditionsreichen Basler Lebensversicherer Patria. Die Anfänge der Patria gehen auf die Errichtung der «Basler Sterbe- und Alters-Kasse» im Jahr 1878 zurück. Die gemeinnützige Vorsorgekasse versicherte erstmals das Leben von sozial schwächeren Menschen mit dem Ziel einer eigentlichen Volksversicherung. Nach verschiedenen Namenswechseln und Fusionen entsteht 1910 die «Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft Patria». 1992 beschliessen Helvetia und Patria, den Schweizer Markt künftig gemeinsam zu bearbeiten und gehen eine strategische Allianz ein. Im Juni 1996 entsteht die Helvetia Patria Holding.

Weitere Entwicklung[Bearbeiten]

Im Jahr 2010 kaufte die Helvetia die Schweizer Versicherungsgesellschaften «Alba Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG» (Alba) sowie die «Phenix Versicherungsgesellschaft AG» und die «Phenix Lebensversicherungsgesellschaft AG» (Phenix). Das Alba-/Phenix-Portfolio im Bereich Kranken-/Unfallversicherung wurde an die beiden Versicherungsgesellschaften innova und Solida verkauft. 2014 wurde die österreichische Tochtergesellschaft der Baloise übernommen und ein öffentliches Verkaufsangebot für die Nationale Suisse aufgelegt.

Ländergesellschaften[Bearbeiten]

Das Unternehmen besitzt folgende Ländergesellschaften:

  • Helvetia Schweiz mit Hauptsitz in Basel
  • Helvetia Österreich mit Hauptsitz in Wien
  • Helvetia Deutschland mit Hauptsitz in Frankfurt am Main
  • Helvetia Frankreich mit Hauptsitz in Courbevoie im Nordwesten des Ballungsraums von Paris
  • Helvetia Italien mit Hauptsitz in Mailand
  • Helvetia Spanien mit Hauptsitz in Sevilla

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Helvetia Versicherungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien