Hema

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hema (Begriffsklärung) aufgeführt.

Die Hema sind eine Ethnie im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Die nomadisierende Viehhirten Hema kämpfen seit einigen Jahren gegen die sesshaften Ackerbauern vom Volk der Lendu. Nach Medienangaben sind im Gebiet Ituri im Nordosten des Landes, im Grenzgebiet zu Ruanda und Uganda, tausende Menschen auf der Flucht.

Grund für die Kämpfe zwischen den beiden Volksgruppen sind Streitigkeiten um den Landbesitz vor allem in Bezug auf neue Ressourcenfunde in der Republik Kongo. Dabei spielen vor allem die Gold- und die Ölfunde in den letzten Jahren die entscheidende Rolle.

Freischärler, also eine paramilitärische Formation aus Freiwilligen der Hema-Ethnie, kämpfen zusammen mit der Union der Kongolesischen Patrioten (UPC), mit der Einheits-, Sicherheits und Integritätspartei des Kongo (PUSIC) und zudem mit Paramilitärs der Partei des Kongolesischen Volkes (FAPC) gegen die traditionell verfeindete Volksgruppe der Lendu. Die Demokratische Republik Kongo und Uganda haben am 17. Februar mit Friedensverhandlungen begonnen, die neben dem Rückzug der ugandischen Truppen, eine Einsetzung der IPC, einer Befriedungskommission beinhaltet. Die Truppen der Hema sind Nichtkombattanten und unterliegen deswegen nicht dem Humanitären Völkerrecht.

Die Kämpfe in der Region beinhalten auch ein humanitäres Problem, da immer wieder Kindersoldaten von den Paramilitärs zwangsrekrutiert werden.

Vor diesem Hintergrund entsandten die Vereinten Nationen ein Team 1999 zur Beobachtung in das Land. Die UN-Mission MONUC ist nun seitdem in die Krisenregion stationiert. Da dieses Beobachtungsteam die Kämpfe nicht schlichten konnte, wurde vom UN-Sicherheitsrat entschieden, dass eine internationale Friedenstruppe, unter Führung des französischen Militärs, entsandt wird.