Hemishofen

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Hemishofen
Wappen von Hemishofen
Staat: Schweiz
Kanton: Schaffhausen (SH)
Bezirk: Steinw
BFS-Nr.: 2962i1f3f4
Postleitzahl: 8261
Koordinaten: 704633 / 28157047.67640558.8319864401Koordinaten: 47° 40′ 35″ N, 8° 49′ 55″ O; CH1903: 704633 / 281570
Höhe: 401 m ü. M.
Fläche: 7.88 km²
Einwohner: 441 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 56 Einw. pro km²
Website: www.hemishofen.ch
Hemishofen

Hemishofen

Karte
Bodensee Deutschland Kanton Thurgau Kanton Zürich Buch SH Hemishofen Ramsen SH Stein am RheinKarte von Hemishofen
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Hemishofen ist eine politische Gemeinde des Kantons Schaffhausen in der Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten]

Hemishofen war lange Zeit im Besitz der Freiherrn von Hohenklingen, die auch Gerichtsherren im Ort waren. Zusammen mit dem Städtchen Stein am Rhein und den Gemeinden Ramsen und Dörflingen[2] [3] wurde Hemishofen 1798 in der Helvetischen Republik dem Kanton Schaffhausen zugeteilt. Bis anhin gehörten sie zu Zürich.

Bei der Eisenbahnbrücke im Wäldchen "Tschungel" ereignete sich 1944 das Minenunglück von Hemishofen – ein Explosionsunfall, bei dem zehn Soldaten der Schweizer Armee das Leben verloren.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Stefan Straub (Stand 2010).

Verkehr[Bearbeiten]

Zwei Brücken überspannen bei Hemishofen den Rhein. Die Strassenbrücke überführt die Hauptstrasse 332 und die Eisenbahnbrücke die Museumsbahnlinie von Etzwilen nach Singen. Der Personenverkehr auf der 1875 eröffneten Bahnlinie von Winterthur nach Singen wurde im Juni 1969 auf Busbetrieb umgestellt. In den 1970er Jahren erlebte die Linie nochmals ein Comeback für den Güterverkehr. Durch den Entscheid, den gesamten Güterverkehr zwischen Winterthur und Singen über Schaffhausen abzuwickeln, wurde die Linie aber definitiv zu einem Industriegleis degradiert. Heute nutzt der Verein zur Erhaltung der Eisenbahnlinie Etzwilen-Singen die Linie als Museumsbahn und bietet im Sommer Dampffahrten an.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

Gespalten von gelb und rot, belegt mit stilisiertem, grünem aus dem Schildfuss wachsenden Eichenbaum mit fünf Blättern.

Das alte Wappen der Gemeinde zeigte eine kombinierte Darstellung von einem Freiheitsaltar mit Freiheitshut und einem Kriegsknecht. Es war ein typisches Symbol aus der Zeit der Helvetik (1798-1803). Diese Symbole waren auf vielen Siegeln jener Zeit zu sehen und wurden im Laufe der Zeit als das eigentliche Wappen angesehen. Da es jedoch vollständig unheraldisch ist, wurde bei der Bereinigung 1950 ein neues Wappen vorgeschlagen. Man orientierte sich dabei am Wappen der Freiherrn von Hohenklingen, die lange Zeit Besitzer und Gerichtsherren des Dorfes waren, welches die stilisierte Eiche trug. Als Schildfarbe wurde erst die Farben von Stein am Rhein (blau-rot) vorgeschlagen, schliesslich aber die Tingierung gelb-rot gewählt. [4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Tanner: Hemishofen. 200 Jahre selbständig, Hemishofen 1998.
  • Christian Birchmeier et al.: Buch, Ramsen, Hemishofen, in: Schaffhauser Magazin, 27, 2004, No. 2, S. 5-37.
  • Hermann Tanner: Verkehrsgeschichte der Gemeinde Hemishofen im 19. Jahrhundert, in: Schaffhauser Beiträge zur Geschichte, 54, 1977, S. 81-112, ISSN 0259-3599.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hemishofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Markus Höneisen, Hermann Tanner: Hemishofen im Historischen Lexikon der Schweiz
  3. Schaffhauser Magazin 02/1987: Die Grenzen, Verlag Steiner + Grüninger AG, Schaffhausen
  4. Bruckner-Herbstreit, Berty: Die Hoheitszeichen des Standes Schaffhausen und seiner Gemeinden, Reinach-Basel 1951, S. 213-214