Hemmingen (Württemberg)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Ludwigsburg | |
| Höhe: | 327 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,34 km² | |
| Einwohner: |
7.354 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 596 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 71282 | |
| Vorwahl: | 07150 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LB | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 18 027 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Münchinger Straße 5 71282 Hemmingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Thomas Schäfer (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Hemmingen im Landkreis Ludwigsburg | ||
Hemmingen ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Die Gemeinde Hemmingen liegt im Herzen des Strohgäus zwischen 270 und 384 Meter Höhe.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Zu Hemmingen gehören das Dorf Hemmingen und die Häuser Hagmühle, Rohrsperg und Sägmühle sowie die abgegangenen Ortschaften Dollingen, Hochstetten und Hofstetten.[2]
[Bearbeiten] Geschichte
Im Jahre 991 wurde Hemmingen erstmals urkundlich erwähnt. Hemmingens Geschichte wurde viele Jahrhunderte dadurch geprägt, dass die Herrschaft über den Ort zwischen dem Adel von Schloss und Gutshof und der württembergischen Landesherrschaft geteilt war. Nach dem Aussterben der Herren von Hemmingen waren zunächst die Nippenburger und danach die Familie Varnbüler Ortsherren.
Hemmingen gehörte zunächst zum Oberamt Leonberg, später zum Landkreis Leonberg und kam 1973 im Zuge der Kreisreform zum Landkreis Ludwigsburg.
[Bearbeiten] Religionen
Die evangelische Kirchengemeinde Hemmingen hat gut 3000 Mitglieder. Die Gottesdienste werden in der Laurentiuskirche abgehalten.
Die katholische Kirchengemeinde Hemmingen besteht aus etwa 1900 Gemeindegliedern. Sie bildet mit Münchingen eine Gemeinde und eine Seelsorgeeinheit mit Korntal (dort Pfarramt). Seit 1959 besitzt die katholische Kirchengemeinde die eigene Kirche St. Georg mit Gemeindezentrum.
Auch eine Gemeinde der Neuapostolischen Kirche existiert in Hemmingen. Zudem leben hier rund 400-500 Moslems.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Die Wahl zum Gemeinderat am 7. Juni 2009 brachte folgendes Ergebnis:
- FW 35,34 % (+6,18): 7 Sitze (+1)
- CDU 35,05 % (+0,92): 6 Sitze (±0)
- SPD 24,53 % (-6,64): 4 Sitze (−1)
- FDP/DVP 5,08 % (-0,45): 1 Sitz (±0)
[Bearbeiten] Bürgermeister
Heinrich Rathfelder (1922–1985) war von 1948 bis 1978 Bürgermeister in Hemmingen. Ihm folgte Werner Nafz (* 13. April 1944; FW), der das Amt vom 12. März 1978 bis zum 11. März 2010 innehatte. Seine Amtszeit lief altersbedingt aus. Als Nachfolger wurde am 7. Februar 2010 Thomas Schäfer (* 11. Januar 1982; CDU) gewählt und am 12. März 2010 in sein Amt eingeführt.
[Bearbeiten] Wappen und Flagge
Das Gemeindewappen zeigt in Gold einen aufrecht gestellten blauen Rost mit abwärts weisendem Griff. Der Rost ist das Märtyrerattribut des Hemminger Kirchenpatrons, des Heiligen Laurentius. Die Gemeindeflagge ist blau-gelb und wurde am 15. April 1980 verliehen.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Chöre
Der 1946 gegründete Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde ist ein eigenständiger Verein und hat derzeit ca. 40 aktive Mitglieder.
Seit 1952 existiert der Spielmanns- und Fanfarenzug Hemmingen e. V., der bereits größere Auslandstouren bestritten hat (z. B. 2003 auf Einladung Chinas beim „Shanghai International Arts Festival“).
[Bearbeiten] Bauwerke
Die Laurentiuskirche ist das älteste Gebäude im Dorf und liegt in der Ortsmitte am Marktplatz und neben dem Schloss. Der Kaiserstein Hemmingen ist ein rund sechs Meter hoher Stein südlich von Hemmingen bei 9° 2′ 10″ östlicher Länge und 48° 51′ 30″ nördlicher Breite in Württemberg, der an den Besuch Kaiser Wilhelms I. 1885 im Schloss von Hemmingen erinnert. Er gehört zu den höchsten Gedenksteinen in Baden-Württemberg. Ursprünglich zierte ein Metall-Adler die Spitze.
[Bearbeiten] Jugend
Die Gemeinde betreibt das Jugendhaus Astergarten unter hauptamtlicher Leitung.
Die evangelische Jugend Hemmingen (ejh) wurde 2007 als selbständiges Jugendwerk innerhalb der evangelischen Kirchengemeinde gegründet.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Seit 1906 gibt es die Strohgäubahn, die werktags im Halbstundentakt zwischen Hemmingen und Korntal verkehrt, teilweise auch ab Heimerdingen oder Weissach und bis Stuttgart-Feuerbach. Sie gehört als Linie R61 zum Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart und wird von der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft betrieben. Außerdem gibt es die Buslinien 501, 502, 534 und 651, die jeweils in die nächsten größeren Ort fahren, wie Feuerbach, Ludwigsburg und Leonberg.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
- Alten- und Pflegeheim der kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime.
- Freiwillige Feuerwehr Hemmingen
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- Küenle Antriebssysteme GmbH und Co. KG, mit etwa 100 Mitarbeitern
- Helukabel GmbH, Hersteller von Kabeln und Leitungen mit weltweit etwa 450 Mitarbeitern
[Bearbeiten] Bildung
Hemmingen verfügt über eine eigene Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Gemeinsam mit Schwieberdingen wird dort eine Realschule betrieben.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Karl von Varnbüler (1809–1889), leitender Minister in Württemberg, MdR
- Hildegard von Spitzemberg (1843–1914), Berliner Salonière der Kaiserzeit
- Axel Varnbüler von und zu Hemmingen (1851–1937), deutscher Diplomat
- Eberhard von Hofacker (1861–1928), württembergischer Generalleutnant
- Erich Schairer (1887–1956), Journalist und Publizist
- Gottlieb Leeger (1893–1964), Politiker (FDP/DVP), Landtagsabgeordneter
- Walter Erich Schäfer (1901–1981), Dramaturg und Generalintendant des Württembergischen Staatstheaters Stuttgart
- Hank Häberle (1957–2007), schwäbischer Countrysänger
[Bearbeiten] Weblinks
- Internetpräsenz der Gemeinde Hemmingen
- Ansicht von Hemmingen aus dem Forstlagerbuch von Andreas Kieser, 1682 (Hauptstaatsarchiv Stuttgart), abgerufen am 10. Januar 2011
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 453–455
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