Hendrik Lange

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Hendrik Lange, 2012

Hendrik Lange (* 20. Januar 1977 in Quedlinburg) ist ein deutscher Politiker (Die Linke).

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Hendrik Lange absolvierte 1995 das Abitur im Süderstadtgymnasium Quedlinburg. Nach dem Zivildienst schloss sich 1996 das Studium der Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) an, welches er 2005 mit dem Abschluss Diplom-Biologe beendete.

Hendrik Lange wurde 1998 durch die Fachschaft Biologie in den Studierendenrat der Martin-Luther-Universität gewählt, dem er bis 2001 angehörte. Er führte das Amt des stellvertretenden Präsidenten und des Präsidenten und war im letzten Amtsjahr Vorstandsmitglied. Er war Mitbegründer des LesBiSchwulen Arbeitskreises ARCUS und dessen Sprecher. Bis 2005 war Lange Sprecher des Arbeitskreises Protest, der im Wesentlichen die Studierendenproteste in Halle gegen den Abbau der Hochschullandschaft sowie der Hochschuldemokratie und gegen Studiengebühren koordinierte.

Von 1999 bis 2005 war Hendrik Lange Studierendenvertreter im akademischen Senat der Martin-Luther-Universität. Von 2001 bis zu dessen gesetzlicher Auflösung war Lange Mitglied im Konzil der MLU.

Von Oktober 2005 bis April 2006 war Lange Wahlkreismitarbeiter der Landtagsabgeordneten Rosemarie Hein (Linkspartei.PDS).

Partei[Bearbeiten]

Hendrik Lange trat 2002 in die PDS ein und wurde 2004 Sprecher des Arbeitskreises Bildung beim Stadtvorstand Halle und 2006 Sprecher der Landes-AG Bildung in Sachsen-Anhalt.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Seit 2004 ist Hendrik Lange Mitglied des Stadtrates der kreisfreien Stadt Halle und bekleidet das Amt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und des bildungspolitischen Sprechers. 2009 wurde Lange wiedergewählt und bekleidet zu den vorgenannten Funktionen das Amt des stellvertretenden Stadtratsvorsitzenden.

Im März 2006 wurde Lange über die Landesliste der Linkspartei.PDS in den Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt. Er war stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie der Sprecher für Hochschul-, Wissenschafts- und Technologiepolitik der Linksfraktion. 2011 zog er erneut über die Landesliste der Partei DIE LINKE in den Landtag ein. Dort ist er weiterhin Sprecher für Hochschul- und Wissenschaftspolitik sowie Erwachsenenbildung und ist Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Wirtschaft sowie im Ausschuss für Bildung und Kultur.

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten]

Hendrik Lange ist Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Sachsen-Anhalt. Er ist Vorsitzender des Vereins BBZ „lebensart“ e.V., der seit 1990 im Süden Sachsen-Anhalts für die Belange sexueller Minderheiten eintritt. Seit Gründung fördert Lange den „Solidaridad“ e.V. und den Förderverein der Volkshochschule „Adolf Reichwein“ in Halle.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Holzapfel (Hrsg.): Landtag von Sachsen-Anhalt. 6. Wahlperiode 2011 - 2016. Stand: 31.8.2011. NDV, Rheinbreitbach 2011, S. 89 (Volkshandbuch)

Weblinks[Bearbeiten]