Henk Nijdam

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Hendrik „Henk“ Nijdam (* 26. September 1935 in Eelderwolde; † 30. April 2009 in Breda) war ein niederländischer Radsportler.

Seinen ersten Sieg bei den Amateuren erzielte Nijdam erst als 21-jähriger im Jahre 1957 - weitere neun Erfolge bei Amateurrennen folgten. 1960 wurde er erstmals Niederländischer Meister im Verfolgungsfahren und startete in der Einer- und Mannschaftsverfolgung bei den Olympischen Sommerspielen 1960 in Rom, wo er mit der niederländischen Vierermannschaft Fünfter wurde. Als Einerverfolger konnte er bei der Weltmeisterschaft 1960 in Leipzig bereits die Silbermedaille für den 2. Platz erringen. In gleicher Disziplin wurde er zweifacher Weltmeister: 1961 bei den Amateuren und 1962 als Berufsfahrer.

Bevor er 1962 seine Profikarriere begann, konnte er noch die Olympias Tour (Holland-Rundfahrt) und eine Etappe der Internationalen Friedensfahrt gewinnen, bei der er im Gelben Trikot des Gesamtersten wegen eines Sturzes mit Schlüsselbeinbruch vorzeitig ausscheiden musste. Rechtzeitig wieder fit nahm er als Independant (Unabhängiger) an der Tour de l`Avenir teil und gewann anschließend die Niederländische Meisterschaft im 5000-m-Verfolgungsfahren der Profis, wie auch 1964, 1965, 1966 und 1967.

1963 gewann Nijdam in der Einerverfolgung hinter Leandro Faggin und Peter Post nochmals Bronze. Nach der Geburt seines Sohnes 1963 bestritt er vorwiegend Straßenrennen. Er nahm sechsmal an der Tour de France teil und gewann 1964 und 1966 jeweils eine Etappe, konnte sich nur 1965 als 50. und 1966 als 73. im Gesamtklassement platzieren. Bei seiner letzten Teilnahme an der Tour de France 1969 erhielt Nijdam eine Zeitstrafe von 15 Minuten wegen Dopings.[1] Bei der Vuelta 1966 entschied er drei Etappen für sich - gewann insgesamt 23 Straßenrennen als Berufsfahrer.

1962 wurde Nijdam in seinem Heimatland zum Sportler des Jahres gekürt. Sein Sohn Jelle wurde später ebenfalls Profiradsportler, der bei der Tour de France 1987 und 1988 auf drei Etappen das Gelbe Trikot tragen konnte.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ralf Meutgens: Doping im Radsport, Kiel 2007, S. 255.

Weblinks[Bearbeiten]