Hennes Bender

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Hennes Bender im September 2013

Hennes Bender (* 19. Februar 1968 in Bochum als Hans-Günther Bender) ist ein deutscher Comedian und Synchronsprecher.

Privates[Bearbeiten]

Benders Familie stammt aus Rüsselsheim, wo beide Eltern bei Opel beschäftigt waren. Mit der Eröffnung des Opel-Werkes in Bochum zog die Familie ins Ruhrgebiet. Hennes Bender wuchs in Bochum auf. 1990 spielte er im Schauspielhaus Bochum den Hamlet. Von 1992 bis 1997 trat er zusammen mit Heinz-Peter Lengkeit als das Comedy-Duo Lengkeit gegen Bender auf. 1997 beendete er sein Studium der Filmwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum mit der Magisterarbeit Die Mittelaltersymbolik in den Filmen Monty Pythons und Terry Gilliams unter besonderer Berücksichtigung des Parzival von Wolfram von Eschenbach.

Hennes Bender ist mit Fritzi (Friederike) Bender verheiratet.

Karriere als Comedian[Bearbeiten]

Ab 1998 moderierte Bender beim Jugendsender des Hessischen Rundfunks, hr XXL, die sonntägliche Radio-Comedysendung Toast. Darin präsentierte er sein komödiantisches Talent, stellte neue Kinofilme vor und veranstaltete Gewinnspiele mit den Hörern. Für seine Kult-Radiocomedy Scheiße – die Hafenpolizei! erhielt er 1999 den Kurt-Magnus-Preis der ARD.

Sein Fernsehdebüt gab er im Jahr 2000 in der Reality-Soap Geld für dein Leben bei tm3 – ein Event, an das er gemäß eigenen Aussagen nicht gerne erinnert wird.[1]

Er trat mehrfach als Comedian in den Fernsehsendungen Zimmer frei!, NightWash und dem Quatsch Comedy Club auf, war Gast-Comedian bei Tramitz and Friends, 7 Tage, 7 Köpfe und Frei Schnauze und präsentierte sein Stand-up-Programm auch bei der Wochenshow und TV total. 2004 erhielt er den Deutschen Comedypreis in der Sparte Bester Newcomer. Außerdem trat Bender in der Daily-Soap Unter uns (als Hannes Binder) sowie als pyromanischer Professor in der Sesamstraße auf und war Gaststar in der ProSieben Märchenstunde neben Christine Kaufmann.

Burger Queen: Ralf Weber, Hennes Bender, Volker Naves, Moses W.

Mit seinen Comedy-Soloprogrammen ist er deutschlandweit auf Tournee. Gemeinsam mit Volker Naves, Ralf Weber und Moses W. bildet er die Musik-Comedians-Gruppe Burger Queen.

2005 nahm Hennes Bender das Kassierer-Lied Menschenkatapult zu deren 20-jährigem Bestehen neu auf. Das Lied wurde im selben Jahr auf der CD Kunst veröffentlicht. Im November 2006 erschien seine erste Live-DVD Komm geh weg.

Nach einer einmonatigen Preview-Tour hatte Benders viertes Soloprogramm Egal gibt’s nicht am 13. Oktober 2007 in Bielefeld Premiere.

Tätigkeit als Synchronsprecher[Bearbeiten]

Im 2006 erschienenem Animationsfilm Cedric übernahm Hennes Bender die Sprechrolle des Wissenschaftlers Dr. Quuh. Im September 2007 arbeitete Bender als Gastsprecher für den Hamburger Hörspielverlag Lausch – Phantastische Hörspiele. In der Science-Fiction-Hörspielreihe Caine lieh der Comedian einer außerirdischen Wesenheit namens Jon-Jon seine Stimme. Für diese Darstellung wurde er mehrfach für diverse Hörspielpreise nominiert.

Seither wirkte er auch als Sprecher mit bei der Produktion der Minihörspielreihe Die drei @@@ (Die drei Klammeraffen), einer Parodie auf die Hörspielreihe Die drei ???, als Faust in der Hörspielreihe Juniordetektei Jammerthal und synchronisierte die Kampfdroiden in den Star-Wars-Hörbüchern. Außerdem sprach er den Vampir Shrowdy in dem Computerspiel A Vampyre Story.

Diskografie[Bearbeiten]

Hennes Bender im März 2006 auf der Bühne (Capitol Offenbach)
  • 2003: Generation YPS
  • 2004: Noppen am Griff
  • 2005: Komm geh weg
  • 2006: Komm geh weg LIVE (Doppel DVD)
  • 2008: Egal gibt’s nicht – Live!
  • 2009: Live in der Stadt, die es nicht gibt (DVD)
  • 2010: Komma lecker bei mich bei – Live aus der Kulturhauptstadt
  • 2011: Erregt!
  • 2014: Klein/Laut

Literatur[Bearbeiten]

  • Timo Rieg (Hrsg.): Bochumer Bekannte 2 – Hennes Bender, Armin Rohde und 11 weitere Bochumer im Porträt; biblioviel Verlag, Bochum 2003, ISBN 3-928781-82-0.
  • Hennes Bender: Kein Thema!, Carlsen, 2008, ISBN 3-551681-61-9.
  • Hennes Bender: Komma lecker bei mich bei: Kleines Ruhrpott-Lexikon, Ullstein Tb, 2009, ISBN 3-548373-21-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hennes Bender – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.hennesbender.de/vita.php