Hennes Junkermann

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Hans (genannt „Hennes“) Junkermann (* 6. Mai 1934 in St. Tönis) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer. Er war von 1955 bis 1973 Profi.

Nach zwei Jahren erfolgreicher Karriere als Amateur mit dem Höhepunkt der Teilnahme an der Straßenweltmeisterschaft 1954 auf dem Klingenring in Solingen, wo er den zehnten Platz erkämpfte, wurde Junkermann Berufsfahrer und holte sich 1955 die Deutschen Vizemeistertitel im 5000-m-Verfolgungsfahren und im Straßenfahren. 1961 schaffte er es als erster, dreimal hintereinander Deutscher Straßenmeister bei den Profis zu werden.

Junkermann fuhr in verschiedenen Profi-Rennställen mit einer Reihe anderer Radsportgrößen (Rik Van Looy, Charly Gaul, Federico Bahamontes und Rudi Altig). Junkermann gehörte Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre zu den besten Radrennfahrern der Welt und hatte durchaus das Potenzial, die Tour de France mitzuentscheiden. Er scheiterte aber daran, dass er in den entscheidenden Momenten zu defensiv fuhr und mehrfach zu wenig Unterstützung aus dem eigenen Team erfuhr. Bei der Tour de France 1962 musste er wegen einer Fischvergiftung aufgeben. Dabei fiel der berühmte Satz "Hätt ich misch doch dä Fich nit gejesse". In Interviews aus neuester Zeit vertritt Junkermann jedoch die Meinung, dass seinerzeit an den Lebensmitteln und in der Küche des Hotels manipuliert wurde, es sich also um keine "natürliche" Fischvergiftung gehandelt habe. Diese Ansicht wird auch in dem Buch "Tour-de-Suisse" unterstützt.

Bei seiner Teilnahme an der Tour de France 1972 erhielt Junkermann nach einer positiven Dopingprobe eine zehnminütige Zeitstrafe und gab wegen einer bronchialen Entzündung auf.[1]

Nach Beendigung seiner Profilaufbahn im Mai 1973 arbeitete Hennes Junkermann noch sehr erfolgreich als Trainer und Teamleiter des RC Olympia Dortmund und des RSV City Neuwied und hatte zeitweise auch spätere Radprofis wie Erik Zabel und Rolf Aldag in seinem Team. Junkermann lebt heute wieder in Krefeld.

Hennes Junkermann (links) und Rudi Altig im Interview mit Marcel Wüst beim Empfang der 'Tour de Neuss' am 28. Juli 2010

Erfolge (Auswahl)[Bearbeiten]

1957
1959
1962
1963

außerdem: insgesamt 15 Deutsche Meistertitel auf Bahn und Straße

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ralf Meutgens: Doping im Radsport, Kiel 2007, S. 256.