Hennigsdorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hennigsdorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hennigsdorf
Hennigsdorf
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hennigsdorf hervorgehoben
52.63777777777813.20361111111133Koordinaten: 52° 38′ N, 13° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberhavel
Höhe: 33 m ü. NHN
Fläche: 31,29 km²
Einwohner: 25.704 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 821 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16761
Vorwahl: 03302
Kfz-Kennzeichen: OHV
Gemeindeschlüssel: 12 0 65 136
Stadtgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
16761 Hennigsdorf
Webpräsenz: www.hennigsdorf.de
Bürgermeister: Andreas Schulz (SPD)
Lage der Stadt Hennigsdorf im Landkreis Oberhavel
Fürstenberg/Havel Zehdenick Liebenwalde Oranienburg Mühlenbecker Land Glienicke/Nordbahn Birkenwerder Hohen Neuendorf Hohen Neuendorf Hennigsdorf Leegebruch Velten Oberkrämer Kremmen Löwenberger Land Gransee Gransee Schönermark Sonnenberg Großwoltersdorf Stechlin Großwoltersdorf Berlin Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Hennigsdorf ['hɛnɪʝsdɔrf] ist eine amtsfreie Stadt[2] nordwestlich von Berlin im Landkreis Oberhavel in Brandenburg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Hennigsdorf liegt an der nordwestlichen Stadtgrenze von Berlin, die hier zum großen Teil durch die Havel gebildet wird. Die Stadt hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa neun Kilometer und eine Ost-West-Ausdehnung von etwa sechs Kilometer. Die gesamte Stadt wird nach Westen durch einen zwei bis drei Kilometer breiten Waldstreifen begrenzt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Hennigsdorf grenzt von Norden ausgehend im Uhrzeigersinn an Velten, Hohen Neuendorf, Berlin, Schönwalde-Glien (Landkreis Havelland) und Oberkrämer.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Neben der eigentlichen Kernstadt Hennigsdorf gehören die folgenden Wohnplätze zur Stadt[3]:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

(jeweils zum 31. Dezember)

Jahr Einwohnerzahl
1990 25.062
1995 24.528
2000 26.306
2005 26.139
2010 25.909
2011 25.597
2012 25.704

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons

Geschichte[Bearbeiten]

Hennigsdorf wurde 1375 erstmals als „Heynekendorp“ urkundlich erwähnt und blieb lange Zeit ein Fischer- und Kossätendorf. Mit der Errichtung der Poststraße zwischen Berlin und Hamburg wurde einer der drei Havelarme zugeschüttet und eine Brücke über die Havel gebaut, woher ein Stadtteil den Namen Neubrück hat. Dadurch verlor Nieder Neuendorf langsam an Bedeutung. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in Neubrück ein Sägewerk und eine Pianofabrik. Anfang des 20. Jahrhunderts suchte die AEG billiges Bauland und kam nach Hennigsdorf. 1938 erhielt Hennigsdorf das heutige Stadtwappen.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten Zwangsarbeiter in den Mitteldeutschen Stahl- und Walzwerken der Friedrich Flick KG und den AEG-Werken in der Rüstungsproduktion arbeiten. Ab 1941 (nach anderen Angaben 1942) wurde ein Außenlager des KZ Sachsenhausen für 50 (nach anderen Angaben 150) Häftlinge installiert sowie ein Außenlager des KZ Ravensbrück für 850 weibliche Häftlinge. An die Toten dieser Lager erinnert seit 1948 ein Denkmal für die Opfer des Faschismus auf dem Postplatz.

Bekannt wurde Hennigsdorf – abgesehen davon, dass Marinus van der Lubbe die Nacht vor dem Reichstagsbrand wegen Landstreicherei im Hennigsdorfer Obdachlosenasyl verbrachte – auch durch den Marsch von 5000 Arbeitern der Industriebetriebe am 17. Juni 1953 zu den Demonstrationen gegen die Normerhöhungen der DDR-Regierung nach Berlin.

Durch den Bau der Berliner Mauer wurde der Ort von der direkten S-Bahn-Verbindung nach Berlin über Heiligensee abgeschnitten. Diese Verbindung wurde erst 1998 wiederhergestellt.

Wegen der stark gewachsenen Bevölkerungszahl – Hennigsdorf war vorübergehend die einwohnerstärkste Gemeinde in der DDR ohne Stadtrecht – wurde Hennigsdorf 1962 die Bezeichnung Stadt verliehen. Durch Erlass des brandenburgischen Innenministers erhielt Hennigsdorf mit Wirkung ab 1. Januar 2006 den Status einer Mittleren kreisangehörigen Stadt.

Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Nieder Neuendorf wurde 1923 eingegliedert. Am 1. Mai 1998 wurde der Ortsteil Stolpe-Süd[4] eingemeindet.[5]

Dorfkirche Nieder Neuendorf

Kirche[Bearbeiten]

Kath. Kirche am Adolph-Kolping-Platz

Evangelisch[Bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde in Hennigsdorf gehört zum Kirchenkreis Berlin Nord-Ost (bis 2008: Berlin-Pankow) im Sprengel Berlin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz:

  • Kirchengemeinde Hennigsdorf (Hauptstraße 1)
    • Dorfkirche Nieder Neuendorf, Dorfstraße
    • Martin-Luther-Kirche, Kirchstraße, mit 12 Farbglasfenstern von Charles Crodel
  • Landeskirchliche Gemeinschaft (Waldstraße 39)

Katholisch[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrgemeinde Hennigsdorf umfasst die Orte Hennigsdorf, Velten, Oberkrämer und Kremmen und gehört zum Dekanat Oranienburg im Erzbistum Berlin:

  • Pfarrgemeinde „Zu den heiligen Schutzengeln“ (Adolph-Kolping-Platz 1)
    • Kirche „Zu den hl. Schutzengeln“, Adolph-Kolping-Platz

Andere[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Modell der SVV-Hennigsdorf 2008–2014, Stand Juni 2013[6]
Neues Rathaus

Die Hennigsdorfer SVV besteht aus 32 Abgeordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister als fraktionslosem Mitglied.[7]

Wahlvorschlag Stimmen Stimmen in % Sitze
SPD 11.202 39,4 13
Die Linke 5.489 19,3 6
CDU 4.130 14,5 5
BürgerBündnis 3.842 13,5 4
FDP 1.440 5,1 2
Grüne 1.288 4,5 1
Einzelbewerber Schönrock 727 2,6 1
Einzelbewerber Euhausen 318 1,1 0

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008[8])

Nach den Kommunalwahlen haben sich die CDU und FDP zu einer gemeinsamen Fraktion zusammengeschlossen. Das Gleiche taten auch das BürgerBündnis und die Grünen.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister der Stadt ist seit 1990 Andreas Schulz (SPD).

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 12. Januar 1994 genehmigt.

Blasonierung: „Unter grünem Wellenschildhaupt, aus dem linken Schildrand wachsend ein silberner Reiherkopf mit einem goldenen Fisch im Schnabel, in Silber schwebend ein blauer Amboss, begleitet von zwei blauen, aufrecht zugewendeten, unten durch goldene Schleifen verbundene Sensenblättern.“[9]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Hennigsdorf hat vier europäische Partnergemeinden: Kralupy nad Vltavou (Tschechien), Choisy-le-Roi (Frankreich), Alsdorf (Deutschland) und Środa Wielkopolska (Polen).[10]

Bildung, Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Eduard-Maurer-Oberstufenzentrum

Bildung[Bearbeiten]

Hennigsdorf verfügt derzeit über drei Grundschulen (Grundschule Nord, Grundschule Theodor Fontane und die Bibergrundschule), zwei Oberschulen (Oberschule Adolph Diesterweg und Oberschule Albert Schweitzer), zwei Förderschulen (Schule an den Havelauen, Regenbogenschule, behindertengerecht), ein Gymnasium (Gymnasium A. S. Puschkin) sowie das Eduard-Maurer-Oberstufenzentrum, ein berufliches Gymnasium.

Zusätzlich erweitert die Musikschule der Stadt Hennigsdorf das Nachmittagsangebot. Die Stadtbibliothek Hennigsdorf ist im sanierten historischen Gebäude des alten Bahnhofs untergebracht und verleiht jährlich rund 100.000 Medien.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Martin-Luther-Kirche
Altes Rathaus
Ehemalige Führungsstelle der Grenztruppen der DDR im Ortsteil Nieder Neuendorf

Im Ortsteil Nieder Neuendorf befindet sich einer der drei noch erhaltenen Grenzbeobachtungstürme der Berliner Mauer mit Ausstellung zur Geschichte des Objekts

1993 wurde eine Denkmalsanlage zu Ehren der 5000 Arbeiter, die am 17. Juni 1953 demonstrierend über Berlin-Reinickendorf nach Ost-Berlin zogen, auf dem ehemaligen Dorfanger eingeweiht. Das Denkmal, betitelt „Denkmal 17. Juni 1953 – Herbst 1989“, wurde von der Bildhauerin Heidi Wagner-Kerkhof gestaltet.[11]

Auf dem Waldfriedhof in der Parkstraße ruhen 62 Zwangsarbeiter aus verschiedenen Ländern, an die seit 1969 ein Gedenkstein erinnert. 1994 ließ Italien für seine Militärinternierten ein weiteres Denkmal errichten. Auf einem Gedenkstein links vor der Kapelle wird an fünf kommunistische Widerstandskämpfer erinnert, für die 1976 eine Gedenkwand errichtet wurde. Im Rathenaupark an der Neuendorfer Straße entstand ebenfalls 1976 ein Denkmal für alle Opfer des Faschismus.

Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Hennigsdorf mit den in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmalen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Hennigsdorf ist ein Bahnknoten im Nordwesten Berlins. Nördlich des Stadtzentrums kreuzen sich der Berliner Außenring und die von Berlin über Hennigsdorf verlaufende Kremmener Bahn.

Hennigsdorf ist als Endpunkt der Linie S25 der Berliner S-Bahn mit dem Berliner Stadtzentrum verbunden und Ausgangspunkt einer sich an diese S-Bahn-Linie anschließenden Regionalbahnlinie, die nach Kremmen verkehrt. Darüber hinaus gibt es Zugverbindungen nach Rheinsberg, Wittstock und Wittenberge.

Außerdem ist der Hennigsdorfer Bahnhof an den Verkehr des Berliner Außenrings angeschlossen, so dass auch Zugverbindungen nach Berlin-Spandau (bis zum Fahrplanwechsel 2006 sogar weiter nach Berlin-Charlottenburg), Potsdam und Oranienburg bestehen. Der Anschluss wird dergestalt realisiert, dass die Züge am Hennigsdorfer Kreuz den Außenring verlassen und auf der Kremmener Bahn in den Hennigsdorfer Bahnhof einfahren, dort kopfmachen und nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof wieder auf den Ring gelangen.

Von 1958 bis 1995 gab es an der Kreuzung von Kremmener Bahn und Außenring den Umsteigebahnhof Hennigsdorf Nord, sodass der oben beschriebene Zugbetrieb nur bei wenigen Zügen erfolgte.

Ab dem 4. Juni 1954 wurde der Haltepunkt Hennigsdorf Süd errichtet; er diente zu Beginn nur der reinen Grenzkontrolle, da seit 1952 West-Berlinern die Einreise in die DDR untersagt war. Ab dem 3. November 1958 durfte an diesem Haltepunkt auch ein- und ausgestiegen werden. Dies blieb auch nach dem 4. Oktober 1959 so, als der Haltepunkt in Stolpe Süd umbenannt wurde. Am 13. August 1961 wurde der Haltepunkt im Zuge des Mauerbaus geschlossen und abgebrochen. Eine Wiederinbetriebnahme ist nicht mehr vorgesehen.

Bis zum Mauerbau 1961 gab es auf der Kremmener Bahn einen durchgehenden S-Bahnbetrieb von Berlin über Hennigsdorf bis nach Velten, der anschließend bis 1983 als Gleichstrom-Inselbetrieb zwischen Hennigsdorf und Velten als Zuggruppe V weitergeführt wurde. Zudem verlief durch den heutigen Hennigsdorfer Ortsteil Nieder Neuendorf die Strecke der Osthavelländischen Eisenbahn, ein Kleinbahnnetz nach Berlin-Spandau, Nauen, Velten und Ketzin. Der Zugverkehr wurde 1953 eingestellt und die Gleise wurden abgebaut. Auf Teilen der Bahntrasse verband bis 1945 die straßenbahnähnliche Kleinbahn Spandau–Hennigsdorf direkt Spandau und Hennigsdorf.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Die Stadt liegt westlich der Autobahn A 111. Die nächstgelegenen Anschlussstellen sind Hennigsdorf-Ost/Stolpe und Hennigsdorf/Velten.

Hennigsdorf ist ein wichtiger Knotenpunkt verschiedener Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft OVG. Mit der Linie 809 der OVG und der Linie 136 der BVG bestehen Verbindungen nach Berlin.

Der Radfernweg Berlin-Kopenhagen und der Pilgerweg Berlin-Wilsnack durchqueren die Stadt.

Medien[Bearbeiten]

In Hennigsdorf erscheint als Tageszeitung der Hennigsdorfer Generalanzeiger.

Ehemaliges Gleichrichterwerk

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Industriebetriebe in Hennigsdorf[Bearbeiten]

Der zu DDR-Zeiten mit über 8.500 Beschäftigten wichtigste Industriebetrieb der Stadt war das Stahl- und Walzwerk Hennigsdorf, das 1917 als Teil des AEG-Werks gegründet wurde. Ab 1931 gehörte der Betrieb zum Flick-Konzern. Heute ist davon nur noch ein mittelständisches Unternehmen übrig, das seit 1992 die Bezeichnung Hennigsdorfer Elektrostahlwerke GmbH trägt und zum Riva-Konzern gehört.

Seit 1913 werden in Hennigsdorf auch Lokomotiven gebaut. Die Produktionsstätten gehörten vor dem Zweiten Weltkrieg zur AEG, zu DDR-Zeiten dem VEB Lokomotivbau Elektrotechnische Werke 'Hans Beimler' Hennigsdorf (LEW). Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden sie 1991 zunächst wieder von der AEG übernommen und kam 1996 zusammen mit dem gesamten Transportsektor der AEG zu Adtranz. Seit 1. Mai 2001 betreibt Bombardier Transportation das Werk in Hennigsdorf.

Von 1913 bis heute wurden in Hennigsdorf etwa 21.700 Lokomotiven und Triebwagen gebaut, die weltweit zum Einsatz kamen bzw. noch kommen, zum Beispiel in der Volksrepublik China, Japan, Südafrika, Griechenland, Brasilien, den USA und der ehemaligen Sowjetunion.

Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert.

Biotechnologie-Zentrum[Bearbeiten]

Mit der Gründung des Biotechnologie-Zentrums im Jahre 2000 wurde in Hennigsdorf einer der Biotechnologie-Cluster in Berlin/Brandenburg etabliert. Zahlreiche neu gegründete Biotechunternehmen siedelten sich an diesem Standort an, unter anderem die B.R.A.H.M.S Aktiengesellschaft als inzwischen größtes Biotechunternehmen der Region.

Kraftwerk[Bearbeiten]

Am 5. September 2009 ging ein Biomassekraftwerk, gelegen zwischen dem Bombardier-Gelände und der Havel, mit einer Wärmeleistung 9,8 MW und einer elektrischen Leistung von 2,2 MW in den Probebetrieb. Die dort erzeugte Wärme wird in das Fernwärmenetz der Hennigsdorfer Stadtwerke eingespeist. Die KPG (Kraftwerks- und Projektentwicklungsgesellschaft), die ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadtwerke Hennigsdorf GmbH ist, hat in das Projekt rund 22 Millionen Euro investiert. Die verbaute Turbine wurde von italienischen Hersteller Turboden geliefert.[12]

Sport[Bearbeiten]

Der FC 98 Hennigsdorf fusionierte aus den Fußballabteilungen des FC Stahl Hennigsdorf und SV Motor Hennigsdorf. Der SV Stahl Hennigsdorf 1948 ist mit 27 Titeln zwischen 1952 und 1990 DDR-Rekordmeister im Rugby. Nach 1990 spielte die Mannschaft zweimal in der 1. Rugby Bundesliga Nord-Ost.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Manfred Krug verbrachte einen Großteil seiner Jugend bei seiner Mutter in Hennigsdorf.[13] Der deutsche Journalist Gerhard Dengler starb hier 2007.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Mit Hennigsdorf verbunden[Bearbeiten]

  • Erwin Thiesies (1908–1993), deutscher Rugby Union-Nationalspieler und -trainer

Sonstiges[Bearbeiten]

In den letzten Jahren war Hennigsdorf Drehort für Videos von Rosenstolz („Sternraketen“), Fettes Brot („An Tagen wie diesen“) und den Ärzten („Junge“), ebenso für Aufnahmen zu Folgen von Tatort und Praxis Bülowbogen.[14] Seit 2012 wird in Hennigsdorf die Kinderfernsehserie Löwenzahn gedreht.

Literatur[Bearbeiten]

Gedenktafel für Wilhelm Dürks am Alten Rathaus
  • Wilhelm Dürks: Urkundliche Geschichte der Landgemeinde Hennigsdorf: (Hennigsdorf und Niederneuendorf), 1931
  • Katrin Rohnstock, Stefan Kappner: Hennigsdorfer Geschichte(n). Menschen und Ereignisse. Rohnstock Biografien, Berlin 2011.
  • Hennigsdorf. Einst und Jetzt. Culturcon/Märkische Oderzeitung. 2012. ISBN 978-3-941092-87-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hennigsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Stadt Hennigsdorf (PDF; 22 kB)
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Stadt Hennigsdorf
  4. In der Hauptsatzung wird keine Bildung von Ortsteilen aufgeführt. Amtsblatt für die Stadt Hennigsdorf, 19. Jahrgang, Nr. 2, S. 3 (vom 1. Mai 2010) (PDF)
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1998
  6. http://www.hennigsdorf.de/index.phtml?La=1&sNavID=1101.100&mNavID=1101.247&object=tx%7C1126.869&kat=&kuo=1&sub=0%7C titel=SVV-Hennigsdorf Stand Juni 2013 | zugriff=12. Juni 2013
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBrandenburgische Kommunalverfassung. Abgerufen am 6. Juni 2013.
  8. Kommunalwahl 28. September 2008, Stadt Hennigsdorf, abgerufen am 7. April 2011
  9. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  10. Partnerstädte. Hennigsdorf im europäischen Verbund. Website Stadt Hennigsdorf, abgerufen am 4. Februar 2014.
  11. Seite über das Denkmal 17. Juni 1953 – Herbst 1989 auf der Website des Brandenburgischen Verbands Bildender Künstlerinnen und Künstler e. V., abgerufen am 3. Januar 2011
  12. Biomasse-Heizkraftwerk Thomas Bethke, Gerd Bartsch: Hennigsdorf – Kraft-Wärme-Kopplung ohne Kompromiss. KPG Kraftwerks- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH/Ruppin Consult GmbH, abgerufen am 6. Juni 2011
  13. http://www.wohnen-in-hennigsdorf.de/de/panel/hwb-journal-maerz-2004
  14. http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/1999/1204/tv/0010/index.html