Henri Garcin

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Henri Garcin (* 11. April 1929 in Antwerpen, Belgien; eigentlich Anton Albers) ist ein französischer Theater- und Filmschauspieler niederländischer Herkunft.[1]

Leben[Bearbeiten]

Henri Garcin wurde 1929 als Anton Albers in Antwerpen geboren. Im Alter von 22 Jahren ging er nach Paris, wo er sich an der Cours Simon zum Schauspieler ausbilden ließ. Zunächst versuchte er sich als Kabarettist und lernte so Jacques Brel und Serge Gainsbourg kennen. Danach wandte er sich dem Theater zu. 1956 stand er erstmals vor der Filmkamera. In der Filmkomödie Leben im Schloß (La Vie de château) trat er 1966 als französischer Widerstandskämpfer an der Seite von Catherine Deneuve und Philippe Noiret auf. 1974 folgte ein Auftritt in Das wilde Schaf (Le Mouton enragé) neben Jean-Louis Trintignant und Romy Schneider. 1981 spielte er den Ehemann von Fanny Ardant in François Truffauts Filmdrama Die Frau nebenan (La Femme d’à côté).

Garcin spricht neben Französisch auch fließend Holländisch. Er wirkte mehrfach in Filmen des niederländischen Regisseurs Alex van Warmerdam mit, darunter Die Noorderlinger (De noorderlingen, 1992) und Das geheimnisvolle Kleid (De jurk, 1996). Im Laufe der Jahre kam er in mehr als hundert Filmen zumeist als Nebendarsteller zum Einsatz. Zwischen 1965 und 1995 war er in zahlreichen Theaterstücken, unter anderem von Shaw, Pirandello und Oscar Wilde, zu sehen. 1989 wurde er für den Molière, dem wichtigsten französischen Theaterpreis, als Bester Nebendarsteller in Entre nous soit dit nominiert. Henri Garcin lebt in Paris und hat eine Tochter.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. offizielle Webseite