Henri Schwery

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Henri Kardinal Schwery (* 14. Juni 1932 in Saint-Léonard VS, Schweiz) ist emeritierter Bischof des Bistums Sitten.

Leben[Bearbeiten]

Henri Schwery studierte in Sitten, Rom und Freiburg die Fächer Mathematik, theoretische Physik, katholische Theologie und Philosophie. Am 7. Juli 1957 empfing er das Sakrament der Priesterweihe. Nach weiterführenden Studien arbeitete er in den Jahren 1961 bis 1977 als Aushilfs-Seelsorger in der Diözese Sitten. Von 1958 bis 1966 war er Studentenkaplan für die Studierenden der Katholischen Aktion, von 1961 bis 1977 Professor an der kantonalen Mittelschule in Sion, die er von 1972 bis 1977 auch als Rektor leitete.

Papst Paul VI. ernannte Henri Schwery 1977 zum Bischof von Sitten. Die Bischofsweihe spendete ihm am 17. September 1977 sein Vorgänger im Amt, François-Nestor Adam; Mitkonsekratoren waren der Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, Pierre Mamie, und der Bischof von St. Gallen, Otmar Mäder.

Von 1983 bis 1988 war er Vorsitzender der Schweizer Bischofskonferenz. Papst Johannes Paul II. nahm ihn am 28. Juni 1991 als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Protomartiri a Via Aurelia Antica in das Kardinalskollegium auf. Die Leitung des Bistums Sitten legte er am 1. April 1995 aus Gesundheitsgründen nieder. Schwery war Teilnehmer am Konklave 2005, aus dem Benedikt XVI. als Papst hervorging.

Er war bis zum Jahr 2007 Großprior der Schweizerischen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Darüber hinaus war er bis zur Erreichung des Alterslimits von 75 Jahren Mitglied der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse und des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel.

Am Konklave 2013 nahm Kardinal Schwery nicht teil, da er die Altersgrenze von 80 Jahren bereits überschritten hatte.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
François-Nestor Adam Bischof von Sitten
1977–1995
Norbert Brunner
Eugenio Corecco Croix de l Ordre du Saint-Sepulcre.svg Grossprior der Schweizer Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem
1996–2007
Pier Giacomo Grampa