Henri de Dion

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Comte Joseph-Louis Henri de Dion (* 23. Dezember 1828 in Montfort-l'Amaury; † 13. April 1878 in Paris) war ein französischer Bauingenieur (Stahlbau).

Station de las Delicias, Madrid

Er wurde in der Schweiz und an der Ecole Centrale des Arts et Manufactures (1848 bis 1851) ausgebildet. Danach baute er mit Eugène Flachat die Brücke von Langon und mit seinem Bruder Joseph-Louis-Adolphe war er an der Restaurierung der Kathedrale von Bayeux beteiligt (1854). Er baute mehrere Eisenbrücken in Spanien und einen Bahnhof in Madrid (Station de las Delicias) und eine Zuckerfabrik in Guadeloupe (1862). 1870 kehrte er nach Paris zurück, um sich an der Verteidigung zu beteiligen. Für den Bau von Schanzen bei Champigny unter feindlichem Feuer wurde er Offizier der Ehrenlegion.

Er leitete das Conservatoire des Arts et Metiers und war Statik Professor an der Ecole Centrale d´Architecture. Gustave Eiffel war einer seiner Schüler.

1877 wurde er Präsident der französischen Bauingenieurs-Gesellschaft.

1878 war er für verschiedene eiserne Hallenkonstruktionen bei der Weltausstellung in Paris verantwortlich, starb aber noch vor deren Fertigstellung. Teile davon waren später in einem Luftschiff-Hangar in Meudon (Hangar Y, er besteht noch heute) wieder verwendet, ein anderer Teil als Halle in Cardinet, die 2008 von der Stadt Paris abgerissen wurde, in Belfort und am Bassin de la Vilette in Paris.

Die La France in Hangar Y
Hangar Y in Meudon heute

Er ist einer der 72 Namen auf dem Eiffelturm.

Weblink[Bearbeiten]

 Commons: Henri de Dion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien