Henri de Mondeville

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Henri de Mondeville, auch Henry de Mondeville, Hermondaville, Heinrich von Mondeville, Henricus de Mondavilla (* 1260 in Mondeville oder Émondeville; † 1320 in Paris[1][2]), war Lehrer der Anatomie in Montpellier und Leibarzt Philipps des Schönen.

Leben[Bearbeiten]

Seine Kindheit verbrachte Mondeville vermutlich in der Normandie. Sein Studium der Medizin begann er in Montpellier oder Paris. An der Universität Bologna studierte er Chirurgie und Anatomie, ebenso wie sein späterer Schüler Guy de Chauliac. Er studierte bei Guido Lanfranchi, Teodorico Borgognoni und Jean Pitart. Anschließend lehrte an der Universität Montpellier.

Er wird zum Chirurgen des französischen Königs Philipps des Schönen (le bel) berufen. Hier beginnt er auch die Arbeit an seinem Werk „Cyrurgia“, dem ersten französischen Lehrbuch der Chirurgie, mit dem er Neuerungen in die Chirurgie einzubringen versucht (Vorgängerin von Chauliacs „Chirurgia Magna“). Von Galen übernahm er die Lehre von den zwei Kammern des menschlichen Uterus. Zur Illustration seiner Vorlesungen verwendet er als erster Schautafeln und anatomische Modelle. Neben der Chirurgie befasste er sich mit der medizinischen Deontologie. In seine Arbeit floss die Aristotelische Philosophie ein. Er war Vorgänger von Mondino dei Luzzi in Bologna.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. James Stuart Olson: The History of Cancer: An Annotated Bibliography (Contributions in Political Science), S. 370
  2. encyclopedia.com: Henri de Mondeville, abgerufen am 17. November 2014.