Henry Heyman

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Henry Heyman (* 1838 in Oakland/Kalifornien; † 1924 in San Francisco) war ein US-amerikanischer Geiger und Musikpädagoge.

Heyman studierte am College of California, dem Vorläufer der University of California, Literatur, bevor er nach Leipzig ging, um Musik zu studieren. Zu seinen Lehrern am Leipziger Konservatorium zählten Ferdinand David, Ernst Friedrich Richter, Engelbert Röntgen und Salomon Jadassohn. Nach dem hervorragenden Abschluss wurde er Leiter eines Streichquartetts und Soloviolinist am Hofe Friederikes von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg in Bernburg.

Nach seiner Rückkehr nach San Francisco gründete er ein erfolgreiches eigenes Streichquartett und gehörte zu den Gründungsmitglieder der Philharmonic Society der Stadt. Gemeinsam mit Gustav Hinrich veranstaltete er eine Reihe von Orchesterkonzerten. Auf Konzertreisen erwarb er sich auch internationales Ansehen. Camille Saint-Saëns widmete ihm eine Elegie für Violine und Klavier, und David Kalākaua, der letzte König von Hawaii, erhob ihn in den Adelsstand und verlieh ihm den Titel Königlich Hawaiianischer Soloviolinist.

Daneben war Heyman als Violinlehrer aktiv (u.a. zählte Julius Gold zu seinen Schülern). Mehrere Jahre war er einer der Direktoren der San Francisco Art Association and School of Design.

Quellen[Bearbeiten]