Henry John Heinz

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Henry John Heinz

Henry John Heinz (* 11. Oktober 1844 in Pittsburgh, Pennsylvania; † 14. Mai 1919 ebenda) war ein deutsch-US-amerikanischer Geschäftsmann und Hersteller des Heinz-Ketchup.

Heinz wurde als eines von acht Kindern deutscher Einwanderer geboren, der Vater, Johann Heinrich Heinz (* 5. August 1811 in Kallstadt; † 23. Dezember 1891 in Pittsburgh), stammte aus Kallstadt in der Pfalz, die Mutter (Anna Margaretha Schmidt) aus Hessen.

1869 gründete Heinz zusammen mit seinem Freund L. Clarence Noble die Heinz Noble & Company, deren Hauptprodukt Meerrettich in durchsichtigen Gläsern war (um die Reinheit des Produkts zu beweisen). 1875 musste dieses Unternehmen Insolvenz anmelden, aber Heinz ließ sich nicht entmutigen und gründete ein Jahr später gemeinsam mit seinem Bruder und einem Cousin die F. & J. Heinz Company, in deren Produktpalette einige Jahre später Tomatenketchup auftauchte. Heinz übernahm 1888 die Anteile seiner Geschäftspartner, strukturierte das Unternehmen um und nannte es H. J. Heinz Company. Ein Bemühen um hohe Qualitätsstandards einerseits und massive Werbung andererseits zählten zu den Erfolgsrezepten des Nahrungsmittelindustriellen. Nach dem Tod des Gründers im Jahr 1919 führten sein Sohn Howard Heinz bis 1941 und sein Enkel Henry John („Jack“) Heinz II bis 1987 das Unternehmen und bauten es aus. Sein Ur-Enkel Henry John Heinz III (1938–1991) war mit Teresa Heinz - der zweiten Ehefrau des US-Politikers John Kerry - verheiratet und starb 1991 beim Absturz seines Privatflugzeugs.

Heinz war im Alter mehrmals in Kallstadt auf Heimatbesuch und verbrachte mehrere Kuraufenthalte in Bad Kissingen - zuletzt 69-jährig im Jahr 1914, als er vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs überrascht wurde und das Hotel nicht verlassen durfte. Dennoch gelang es ihm zu fliehen und über Holland in die USA zurückzukehren. Dies war sein letzter Besuch in Deutschland.

Seine Nachfahren gründeten mehrere mildtätige Stiftungen, welche von Teresa Heinz kontrolliert werden. [1]

Nach Heinz sind die Heinz Hall, das Konzerthaus von Pittsburgh und Heimat des Pittsburgh Symphony Orchestras, und das Heinz Field, das Stadion des NFL-Teams Pittsburgh Steelers, benannt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Heinz Family Philanthropies, Heinz Endowments, The Heinz Awards