Hensbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hensbach
Oberlauf: Obersölchgraben
Mittellauf: Gailbach
Unterlauf: Häsbach
Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt
Hensbach in Schweinheim

Hensbach in Schweinheim

Daten
Gewässerkennzahl DE: 247536
Lage Aschaffenburg (Bayern)
Flusssystem Rhein
Abfluss über Main → Rhein → Nordsee
Quelle südöstlich von Aschaffenburg-Gailbach
49° 56′ 17″ N, 9° 13′ 57″ O49.9381138888899.2325944444444264
Quellhöhe ca. 264 m ü. NN[1]
Mündung in Aschaffenburg in den Main49.9608333333339.1326388888889109Koordinaten: 49° 57′ 39″ N, 9° 7′ 58″ O
49° 57′ 39″ N, 9° 7′ 58″ O49.9608333333339.1326388888889109
Mündungshöhe ca. 109 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 155 m
Länge 8,5 km[2]
Einzugsgebiet 12,79 km²[2]
Linke Nebenflüsse Herbigsbach
Rechte Nebenflüsse Pfaffengrundbach, Klingersbach, Neuwiesenbach, Dörnbach

Der Hensbach oder Gailbach ist ein knapp 6,5 km langer, rechter bzw. östlicher Zufluss des Mains im bayerischen Spessart.

Geografie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Die trockene Gailbachquelle

Der Hensbach entspringt als Obersölchgraben südöstlich von Aschaffenburg-Gailbach der Gailbachquelle. Da diese an trockenen Tagen oft versiegt, entsteht der Bach dann aus kleinen Bächen und Quellen am Fuße des Weißberges (358 m), wie etwa dem Siegmunds- oder Siegmannsbrunnen. Einen Stein an der Gailbachquelle hat der Heimatverein im Jahre 2005 gesetzt[3].

Der Bach läuft in nordwestliche Richtung durch den Ort, wo er wie dieser Gailbach genannt wird. Hier münden der Pfaffengrundbach, der Bach aus dem Kaiserbrunnen in der Maihohle, der Klingersbach und der Neuwiesenbach. Unterhalb in Schweinheim fließt dem Hensbach von rechts sein größter Zufluss Dörnbach zu. Danach wird er noch vom Herbigsbach und vom Bach aus dem Seeborn verstärkt. Er unterquert in Aschaffenburg in der Obernauer Kolonie die Staatsstraße 2309 und mündet in den Main.

Orte[Bearbeiten]

Der Hensbach fließt durch die Orte:

Zuflüsse[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Um 1810 wurde von unterhalb der Eckertsmühle ein Mühlenkanal zur Schipfermühle – später Reußenmühle genannt – angelegt, der die Obernauer Straße an der Scherbeninsel unterquerte und etwa auf der Höhe der Aschaffenburger Lamprechtstraße in den Main mündete, heute aber nicht mehr besteht. Sein Verlauf ist noch an manchen Stellen im Gelände erkennbar, teils an dessen Relief, teils als schmaler Grundstücksstreifen.

Mühlen[Bearbeiten]

Im 19. Jh. gab es am Hensbach noch acht Wassermühlen. Nachfolgend sind ihre Namen und die heutigen Adressen angegeben.

  • Dimpels- oder Dümpelsmühle (Gailbacher Straße 80)
  • Aumühle (Weinbergstraße 31)
  • Dorf- oder Kempfenmühle (gegenüber Hensbachstraße 4b)
  • Reisertmühle, Eichenmühle (Unterhainstraße 29)
  • Mildenberger- oder Miltenbergermühle (Unterhainstraße 47)
  • Bleidornmühle, zuletzt Krugsmühle (Unterhainstraße 75)
  • Eckertsmühle (Am Häsbach 1a)
  • Schipfermühle, später Reußenmühle (Obernauer Straße 8)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hensbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Topografische Karte 1:10000 Bayern Nord
  2. a b Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Main, Seite 155 des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2012 (PDF, 3,3 MB)
  3. Informationsschild an der Gailbachquelle