Hentern

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hentern
Hentern
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hentern hervorgehoben
49.6173333333336.6934638888889340Koordinaten: 49° 37′ N, 6° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Kell am See
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 6,15 km²
Einwohner: 396 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54314
Vorwahl: 06587
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 043
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 1
54427 Kell am See
Webpräsenz: www.hentern.de
Ortsbürgermeister: Michael Marx
Lage der Ortsgemeinde Hentern im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild

Hentern ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kell am See an. Hentern ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt im westlichen Hunsrück im Naturpark Saar-Hunsrück im Tal der Ruwer. Zu Hentern gehören auch die Wohnplätze In Füllcheswies und Steinbachweier.[3]

Die Nachbargemeinden von Hentern sind Zerf, Baldringen, Vierherrenborn, Paschel, Schömerich und Schillingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Hentern war schon zur Römerzeit besiedelt. Etwa einen Kilometer nördlich der Kirche wurden Mauerreste eines römischen Hauses gefunden, einer sogenannten Villa rustica.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hentern im Jahre 1000.

Der Ort gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Amt Saarburg im Kurfürstentum Trier.

Nach dem Jahr 1792 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) in das französische Staatsgebiet eingegliedert. Im Jahr 1798 wurde die damals neue französischen Verwaltungsstruktur eingeführt, Hentern gehörte zum Kanton Saarburg des Departments der Saar. Anders als das übrige Gebiet des Linken Rheinufers wurde der Kanton Saarburg auf dem Wiener Kongress (1815) zunächst Österreich zugeteilt. Im Zweiten Pariser Frieden trat Österreich mit Wirkung von 1. Juli 1816 neben anderen Gebieten den Kanton an das Königreich Preußen ab.

Unter der preußischen Verwaltung wurde der Ort der Bürgermeisterei Zerf im Kreis Saarburg des Regierungsbezirks Trier zugeteilt, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Am 18. Juli 1946 wurde Hentern gemeinsam mit weiteren 80 Gemeinden der Landkreise Trier und Saarburg dem im Februar 1946 von der übrigen französischen Besatzungszone abgetrennten Saargebiet angegliedert, das zu der Zeit nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat unterstand. Am 6. Juni 1947 wurde diese territoriale Ausgliederung bis auf 21 Gemeinden wieder zurückgenommen, damit kam Hentern an das 1946 neugebildete Land Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Hentern, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 258
1835 261
1871 281
1905 281
1939 351
1950 344
Jahr Einwohner
1961 363
1970 363
1987 347
1997 402
2005 403
2012 396

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hentern besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

  • bis 2014: Bernhard Wagner
  • ab 2014: Michael Marx

Wappen[Bearbeiten]

Auf dem Wappen der Gemeinde Hentern ist St. Georg auf rotem Grund. Auf seinem Schild ist das Wappen von Kurtrier zu sehen. Zu Füßen im Vordergrund steht ein Wappen, auf dem drei gekreuzte Kornähren auf goldenem Grund abgebildet sind.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Georg wurde 1835–1856 erbaut. Der romanische Westbau stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert.

In Hentern gibt es zwei alte Wassermühlen, die bis heute erhalten sind: die Kramesmühle und die Jägermühle. Die Kramesmühle ist Überlieferungen nach seit dem 16. Jahrhundert eine Bannmühle der Abtei Sankt Matthias. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie im Wesentlichen durch einen Umbau um 1800.

Siehe auch

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

In Hentern sind folgende Vereine aktiv:

Bildung[Bearbeiten]

Die Grundschule in Hentern ist Teil der dislozierten Grundschule Hentern-Lampaden. Schulträger ist die Verbandsgemeinde Kell am See.

Hochwasserpegel[Bearbeiten]

In Hentern ist der einzige Pegelmesser der Ruwer, der am 1. Oktober 1969 eingerichtet wurde. Er gehört zum Hochwassermeldezentrum Mosel und sein Einzugsbereich beträgt 102,3 km².[5]

Verkehr[Bearbeiten]

Hentern liegt an der stillgelegten Hochwaldbahn und hatte einen Haltepunkt. Der Personenverkehr wurde am 31. Mai 1981, der Güterverkehr am 2. Juni 1991 eingestellt. Am 10. August 1998 wurde die Strecke stillgelegt und abgebaut. Heute wird die ehemalige Bahntrasse vom Ruwer-Hochwald-Radweg genutzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hentern – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 76 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Hochwassermeldedienst Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz