Heo Gyun

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Koreanische Schreibweise
Hangeul 허균
Hanja 許筠
Revidierte Romanisierung Heo Gyun
McCune-Reischauer Hŏ Kyun
siehe auch: Koreanischer Name

Heo Gyun (* 3. November 1569 in Gangneung; † 24. August 1618) war ein koreanischer Joseon-Dynastie Politiker, Romanautor, Schriftsteller und Philosoph.

Er war Mitglied der Sarim-Partei Buk-in (북인, 北人). Spitzname war Gyosan (교산, 蛟山), Seongso (성소, 惺所), Haksan (학산 鶴山). Die Autorschaft von Die Geschichte von Hong Gil-dong wird ihm zugeschrieben, ist aber nicht sicher geklärt.

Leben[Bearbeiten]

Geboren wurde Heo Gyun in Gangneung als Sohn von Heo Yeop und seiner 2. Frau (von ihr ist nur der Familienname Kim 김 überliefert). Heo Gyuns Schwester Heo Chohui war eine bekannte Dichterin und Malerin, sein Bruder Heo Pong ebenfalls Politiker und in administrativen Positionen. Heos Familie gehörte der Oberschicht an (Yangban) (Der Vater war laut Englischem Wikipedia-Artikel Bürgermeister von Gangneung, nach Darstellung eines der Fremdenführer in Gangneung, Gouverneur des Districts Gangwon, dessen Hauptstadt Gangneung ist.)

Heo Gyun bekam eine gute Ausbildung und bestand Im Jahre 1594 das Examen für die höchste Beamten-Laufbahn. Unter dem Einfluss seines Mentors Yi Dal 李達, entwickelte Heo Gyun eine liberale Grundhaltung. Er träumte von einer Gesellschaft mit mehr Freiheiten und ohne die doppelte Moral und die Unterdrückung, die er in den Ansichten seines Vaters und den Bereichen von Gesellschaft, Politik und Literatur sah.[1] Aufgrund seiner politischen Reden und Anstachelung zu Aufständen wurde er 5 Mal in die Verbannung geschickt. Aufgrund seiner Fähigkeiten gelang es Heo Gyun jedoch immer wieder in den Regierungen seiner Zeit in hohe Positionen zurück zu gelangen, wie z.B. Justiz-Minister. Beim 6. Mal wurde er unter der Regentschaft von Prince Gwanghae wegen Volksverhetzung zum Tode verurteilt und hingerichtet. [2]

Die Die Geschichte von Hong Gil-dong, einer Art koreanischen Robin Hood, wird ihm häufig zugeschrieben. Sie spiegelt sein politisches Denken wider. Allerdings ist seine Autorschaft an dieser Geschichte nicht sicher geklärt.

Werke[Bearbeiten]

  • Honggildongjeon (홍길동전) (vermutlich)
  • Dongguk myeongsandong cheonjuhaegi (동국명산동천주해기, 東國名山洞天註解記)
  • Domundaejak (도문대작, 屠門大嚼)
  • Namgungdujeon (남궁두전, 南宮斗傳)
  • Yujaeron (유재론)
  • Seongsobu bugo (성소부부고, 惺所覆覆藁)
  • Haksan chodam (학산초담, 鶴山樵談)
  • Gukjo sisan (국조시산, 國朝詩刪)
  • Hanjeongnok (한정록, 閑情錄)
  • Gyosansihwa (교산시화, 蛟山詩話)
  • Gosiseon (고시선, 古詩選)
  • Sachesungdang (사체성당, 四體盛唐)
  • Dangsiseon (당시선, 唐詩選)
  • Songohghasicho (송오가시초, 宋五家詩抄)
  • Myungsagashiseon (명사가시선, 明四家詩選)
  • Eomcheosajeon (엄처사전)
  • Songoksaninjeon (손곡산인전)
  • Jangsaninjeon (장산인전)
  • Jangsaengjeon (장생전)
  • Namgung seonsaengjeon (남궁선생전)

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kang, Jae-eun und Suzanne Lee: The land of scholars: two thousand years of Korean Confucianism. Paramus. New York : Homa & Sekey Books 2006.. ISBN 1-931907-30-7; ISBN 978-1-931907-30-9
  • Ch'ae, Un-jŏng / Kang, Mi-Sun: Der tapfere Hong Gil-Dong hrsg. und übers. von Woon-Jung Chei. Ill. von Mi-Son Kang ; Yon-Kyong Kim, Seoul: Hollym 1999, 45 S., ISBN 89-7094-253-X

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tai-jin Kim. 1976. A Bibliographic Guide to Traditional Korean Sources. Seoul: Asiatic Research Center, 291.
  2. Tai-jin Kim. 1976. A Bibliographic Guide to Traditional Korean Sources. Seoul: Asiatic Research Center, 290.
Koreanischer Name Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Koreanischen. Heo ist hier somit der Familienname, Gyun ist der Vorname.