Heptosen

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Heptosen sind Monosaccharide, deren Kohlenstoffgrundgerüst sieben Kohlenstoff-Atome enthält. Sie haben alle die Summenformel C7H14O7 und eine Molare Masse von 210,18 g/mol. Sie unterscheiden sich durch die Art der Carbonyl-Funktion. Handelt es sich um eine Keto-Gruppe, so spricht man von Ketosen, bei einer Aldehyd-Gruppe nennt man sie Aldosen. Es gibt 32 stereoisomere Aldoheptosen und 16 stereoisomere Ketoheptosen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorkommen und Verwendung

Heptosen spielen in der Natur nur eine untergeordnete Rolle. Zu den wenigen in der Natur vorkommenden Heptosen gehören:

  • Die D-Sedoheptulose, die als Sedoheptulose-7-phosphat als Zwischenprodukt des Pentosephosphatwegs auftritt und wesentlich an der Regeneration der D-Ribulose im Calvin-Zyklus beteiligt ist.[1]
  • Die D-Manno-heptulose, die in der Avocadofrucht vorkommt, und als Hexokinase-Inhibitor Verwendung findet. Eine orale oder intravenöse Zufuhr von D-Manno-heptulose führt zu einer verminderten Insulin-Ausschüttung und verhindert damit ein zu schnelles Absinken des Blutzuckerspiegels. [2]
  • Die D-Talo-heptulose, die aus der Avocadofrucht extrahiert werden kann.[3]
  • Die D-Allo-heptulose, die aus der Avocadopflanze gewonnen werden kann. [3]

Außerdem sind einige Heptosen Bestandteile der Lipopolysaccharide (LPS).

[Bearbeiten] Struktur der wichtigsten Ketoheptosen

[Bearbeiten] Struktur der wichtigsten Aldoheptosen

[Bearbeiten] Physikalische Eigenschaften

   D-Sedoheptulose[4]  D-Mannoheptulose[5]  D-Alloheptulose[4]  D-Taloheptulose[5]  D-Mannoheptose[6]  D-Glucoheptose[7]
Summenformel C7H14O7 C7H14O7 C7H14O7 C7H14O7 C7H14O7 C7H14O7
CAS-Nummer 3019-74-7 3615-44-9 7101-28-2 31297-62-8 7634-39-1 62475-58-5
PubChem 102926 12600
Schmp. (°C) 100–102 151–152 130–132 135–137 145 180
R- und S-Sätze R: ?

S: 24/25

R: ?

S: 24/25

R: ?

S: 24/25

R: ?

S: 24/25

R: ?

S: 24/25

R: ?

S: 24/25

Aussehen weißes Pulver weißes Pulver weißes Pulver weißes Pulver weißes Pulver weißes Pulver

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellen

  1. Stryer L.- Biochemie. 4. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 2004, S. 447
  2. Simon E.; Frenkel G.; Kraicer P. F. - Blockade of insulin secretion by mannoheptulose. Israel J. Med. Sci.; (1972) 8, 743-752.
  3. a b Johansson, Ingvar ; Richtmyer, Nelson K. - The isolation of both a talo-heptulose and an allo-heptulose from the avocado. Carbohydrate Research, 13 (1970), S. 461-464.
  4. a b Peter M. Collins: Dictionary of Carbohydrates with CD-ROM. CRC Press, 2. Auflage 2006; ISBN 9780849338298; S. 607
  5. a b Peter M. Collins: Dictionary of Carbohydrates with CD-ROM. CRC Press, 2. Auflage 2006; ISBN 9780849338298; S. 609
  6. Roe, Hudson - Further Studies of the Physiological Availability of Heptoses, Journal of Biological Chemistry, 1937. S. 37-43
  7. Dennis R. Heldman, Daryl B. Lund - Handbook of Food Engineering, Second Edition, 2006, S. 339
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