Herat (Provinz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Herat (Provinz)

Basisdaten هرات
Hauptstadt: Herat (هرات)
Fläche: 61.315 km² [[Land (Afghanistan)
Einwohner: ca. 1.200.000 [[Land (Afghanistan)
(2006)
Bevölkerungsdichte: XXX Einwohner je km² [[Land (Afghanistan)
BIP
 - Total
 - Anteil BIP Afghanistan
2006
XXX
Landeshymne: XXX
Schulden: XXX afghani pro Einwohner (2006)
Schulden gesamt: XXX afghani (2006)
Arbeitslosenquote: XXX (Dezember 2007)
ISO 3166-2 AF-HER
Offizielle Website:
Politik
Gouverneur: Said Mohammad Kheir-Khowa
(seit 2004)
Regierende Partei: XXX
letzte Wahl: 2005
nächste Wahl: 2010
Parlamentarische Vertretung
Stimmen im Wolesi Dschirga (Haus des Volkes): XXX
Stimmen im Meschrano Dschirga (Haus der Ältesten): XXX
Karte
Herat (Provinz) (Afghanistan)
DMS
Herat
Herat
Provinz Herat in Afghanistan

Herat, persisch هرات‎, ist eine Provinz (velayat) im westlichen Afghanistan im Tal des Hari Rud. Sie grenzt im Westen an den Iran und im Norden an Turkmenistan. Die Provinz hat ca. 1,2 Millionen Einwohner, die Meisten von ihnen Tadschiken, wobei die Eigenbezeichnung der Menschen aus Herat Fars ist. Tadschike ist zwar landesweit bekannter, aber die Eigenbezeichnung Fars beschreibt die kulturelle und geschichtliche Identität der Menschen aus Herat. Ihre Hauptstadt ist Herat. Herat ähnelt sich von der Sprache bzw. dem gesprochenen persisch dem des im iranischen Maschhad. Die Menschen ähneln sich ebenso vom Phänotyp und vielen anderen Sitten und Traditionen.

Herat hat eine günstige Lage an den Handelsrouten zwischen Iran, Indien, China und Europa. Die Straßen nach Turkmenistan und in den Iran sind noch immer von strategischer Bedeutung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Freitagsmoschee in Herat
Freitagsmoschee in Herat

In der Antike hieß die Region Aria und wurde vom gleichnamigen iranischen Volk bewohnt. Später wurde sie von den Persern erobert und dem Perserreich einverleibt. Zusammen mit diesem wurde Herat von Alexander dem Großen erobert. Mit dem Siegeszug des Islam wurde Herat zu einem Zentrum des persisch-muslimischen Kulturkreises. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Region im Verlauf der britisch-russischen Rivalität in Zentralasien der britischen Interessenssphäre, und somit den Afghanen zugesprochen. Herat war zu dieser Zeit territorial größer, d. h. dass das heutige Westafghanistan (Farah, Nimrouz) zu Herat gehörte und die Provinz Farah beispielsweise eine Stadt von Herat war. Seitdem ist sie ein Teil Afghanistans.

[Bearbeiten] Sprache bzw. Dialekt

Der Dialekt in Herat wird als „Herati“ bezeichnet. Es ist eine Mischung aus dem iranischen Dialekt vom persisch und dem in Afghanistan Dari-persisch. Dieser Dialekt wird in einer kleinen Abwandlung außer in Herat noch in den Provinzen Farah, Nimrus und Ghor gesprochen. Über die Grenzen hinaus wird der so genannte Herati Dialekt (bzw. wiederum eine Abwandlung davon) noch in den iranischen Provinzen Chorasan gesprochen, so dass es keine Schwierigkeiten der Verständigung wegen gibt. Ein Afghane aus Kabul hat demnach mehr Schwierigkeiten einen Iraner aus Maschhad zu verstehen als ein Herati. Durch ihren eigentümlichen Dialekt sind Menschen aus Herat und den anderen Provinzen, die fast den ähnlichen Dialekt sprechen (Farah, Nimrus, Ghor), schnell erkennbar. So sagt ein Herati zu „wie gehts“: eschtowni. Dieses Wort eschtowni heißt in der Schriftsprache korrekt chetori.

[Bearbeiten] Bekannte Töchter und Söhne der Stadt


[Bearbeiten] Bezirke

Verwaltungsbezirke der Provinz Herat
Verwaltungsbezirke der Provinz Herat
  • Adraskan
  • Chishti Sharif
  • Farsi
  • Ghorian
  • Guzara
  • Gulran
  • Herat
  • Kohsan
  • Injil
  • Karukh
  • Kushk
  • Kushki Kohna
  • Obe
  • Pashtun Zarhun
  • Shindand
  • Zinda jan

[Bearbeiten] Literatur

  • Roland and Sabrina Michaud - Afghanistan, Karawanen, Basare, Reiterspiele im Lande der Tataren, DuMont Buchverlag , Köln 1979, ISBN 3-7701-1104-4
  • Roland and Sabrina Michaud - Afghanistan, Thames and Hudson Inc., New York 10110, 1980, ISBN 0-500-27393-6
  • Conrad J. Schetter / Almut Wieland-Karimi (Hrsg.) - Afghanistan in Geschichte und Gegenwart, Beiträge zur Afghanistanforschung, IKO-Verlag für interkulturelle Kommunikation, Frankfurt/M 1999, ISBN 3-88939-498-1

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge