Herbergssuche

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Am Abend vor Christi Geburt, Michael Rieser, 1869

Als Herbergssuche wird in der christlichen Tradition die vergebliche Suche von Maria und Josef nach einer Unterkunft in Bethlehem vor der Geburt Jesu Christi bezeichnet (Lk 2,7 EU).

In der Adventszeit ist das Nachspielen der „Herbergssuche“ und das Singen entsprechender Adventlieder ein alter christlicher Brauch, der bis heute in Familien und Gottesdiensten gepflegt wird. Dabei übernehmen zwei Kinder die Rollen von Maria und Josef, während der Vater oder ein älteres Kind den sie abweisenden Herbergsvater spielt. Meist gibt einer der bekannten Wechselgesänge dem Spiel den Rahmen, etwa:

Wer klopfet an?
Oh zwei gar arme Leut’.
Was wollt ihr denn?
Oh gebt uns Herberg heut!
Euch durch Gottes Lieb’ wir bitten,
öffnet uns doch Eure Hütten!
O nein, o nein!
Ach lasset uns doch ein!
Das kann nicht sein!
Wir wollen dankbar sein.
Nein, es kann einmal nicht sein,
drum geht nur fort, Ihr kommt nicht rein!

Eine andere Form der Herbergssuche kam in letzter Zeit in Gebrauch. Eine Madonnenstatuette, eine geschnitzte Heilige Familie oder auch ein Heiligenbild der Gottesmutter wird von der Kirche in eine Gastfamilie gebracht und wandert jeden Abend zu einer anderen Familie weiter. Vor der Übergabe wird eine kurze gemeinsame Adventfeier abgehalten oder es werden zumindest ein bis zwei Gebete gesprochen und Adventslieder gesungen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herbergssuche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien