Herbert A. Hauptman

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Herbert Aaron Hauptman bei der Verleihung einer Ehrendoktorwürde an der Universität Buffalo (2009)

Herbert Aaron Hauptman (* 14. Februar 1917 in New York City; † 23. Oktober 2011 in Buffalo[1]) war ein US-amerikanischer Mathematiker und Biophysiker. 1985 wurde ihm gemeinsam mit Jerome Karle der Nobelpreis für Chemie zuerkannt.

Hauptman war der älteste Sohn von Israel Hauptman und Leah Rosenfeld, er hatte zwei Brüder. Er studierte Mathematik, am City College of New York erlangte er 1937 einen Abschluss als Bachelor (B.S.), 1940 verlieh ihm die Columbia University den Master in Mathematik. Danach war er während des Zweiten Weltkriegs als Soldat beim Wetterdienst der US Navy im Südpazifik eingesetzt.

1947 kam Hauptman ans Naval Research Laboratory in Washington, D.C., wo seine Zusammenarbeit mit Jerome Karle begann. Beide wurden danach ins Graduiertenprogramm der University of Maryland, College Park aufgenommen, wo Hauptman 1955 den Doktorgrad erwarb.

Seit 1970 war er Professor an der Medical Foundation of Buffalo in New York (seit 1994 benannt als Hauptman-Woodward Medical Research Institute), wo er 1972 dessen Wissenschaftsdirektor und 1988 dessen Präsident wurde.

1953−1956 entwickelten Hauptman und Jerome Karle eine statistische Methode zur Direktbestimmung von Kristallstrukturen durch Röntgenstrahlanalyse, eine wichtige Analysenmethode, die heute weltweit computergestützt angewendet wird. Besondere Bedeutung besitzt diese Methode bei der Strukturbestimmung organischer und biologisch bedeutsamer Makromoleküle.[2] Zusammen mit Jerome Karle erhielt er 1985 den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung der „direkten Methoden“ zur Kristallstrukturbestimmung.[3]

Hauptman verstarb 2011; er hinterließ zwei Töchter und seine Frau, die er 1940 als Edith Citrynell geheiratet hatte.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herbert A. Hauptman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nobel Laureate Herbert Hauptman Dies
  2. Winfried R. Pötsch, Annelore Fischer und Wolfgang Müller unter Mitarbeit von Heinz Cassebaum: Lexikon bedeutender Chemiker. Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, S. 228−229, ISBN 3-323-00185-0.
  3. Winfried R. Pötsch, Annelore Fischer und Wolfgang Müller unter Mitarbeit von Heinz Cassebaum: Lexikon bedeutender Chemiker. Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, S. 192, ISBN 3-323-00185-0.