Herbert Kickl

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Herbert Kickl (2010)

Herbert Kickl (* 19. Oktober 1968 in Villach) ist ein österreichischer Politiker der FPÖ.

Nach der Matura am Bundesgymnasium Spittal an der Drau, das er gemeinsam mit der Grünen-Abgeordneten und heutigen politischen Gegnerin Eva Glawischnig-Piesczek besuchte,[1] begann er 1988 an der Universität Wien Publizistik und Politikwissenschaft, ab 1989 Philosophie zu studieren, bislang ohne Abschluss.

Kickl arbeitet in der FPÖ-Parteiakademie und engagiert sich an den Wahlkämpfen der Bundespartei. Als Redenschreiber für Jörg Haider verfasste er unter anderem die viel kritisierten Aschermittwoch-Sprüche über Jacques Chirac („ein Westentaschen-Napoleon“) und Ariel Muzicant („Wie kann einer, der Ariel heißt, so viel Dreck am Stecken haben?“).

Anfang 2002 wurde Kickl Leiter der internen Kommunikation der FPÖ-Kärnten, nach der Knittelfelder Versammlung Geschäftsführer der Freiheitlichen Akademie.

Nach der Abspaltung des BZÖ von der FPÖ trennten sich die Wege Haiders und Kickls, bis zuletzt war er einer der schärfsten Kritiker Haiders. Im April 2005 wurde er Generalsekretär der FPÖ und ist in dieser Position für Öffentlichkeitsarbeit und interne Kommunikation zuständig. Er gilt als Hauptverantwortlicher für den insbesondere von SPÖ und Grünen als hetzerisch und rassistisch kritisierten Wahlkampf der FPÖ für die Wiener Landtagswahlen 2005. Seit Februar 2006 teilen Herbert Kickl und Harald Vilimsky, ein Freund und Wegbegleiter Straches, diese Funktion.

Der Journalist Benedikt Narodoslawsky attestierte in einem Interview Kickls Medienarbeit „Polit-Marketing auf höchstem Niveau“, das die „fehlende Lösungskompetenz“ der FPÖ kompensieren solle.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herbert Kickl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Christoph Böhmdorfer: Der blaue Maschinist. In: Datum. Nr. 9, 1. September 2008 Abgerufen am 13. Mai 2010
  2. Saskia Jungnikl: „Die FPÖ hat keine Tabus“. In: Der Standard. 6. Mai 2010