Herbert Kraft (Literaturwissenschaftler)

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den gleichnamigen NSDAP-Politiker siehe Herbert Kraft.

Herbert Kraft (* 5. Juni 1938 in Walsum, heute Duisburg) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Herbert Kraft studierte Literaturwissenschaften und promovierte 1962 in Tübingen zum Dr. phil. Die Habilitation für Deutsche Philologie folgte im Jahre 1970.

Von 1972 bis 2003 war Herbert Kraft ordentlicher Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Westfälische Wilhelms-Universität in Münster. Weiterhin hatte er Gastprofessuren in Armidale/Australien (1982 und 1985) und in Kairo (1988) inne. Seit 1997 ist er Dr. Litt. h. c. der Universität Sheffield. Im Jahre 2003 wurde Herbert Kraft emeritiert.

Arbeitsschwerpunkte von Herbert Kraft sind Friedrich Schiller, Heinrich von Kleist, Annette von Droste-Hülshoff, Robert Musil und J. M. R. Lenz sowie die methodische und theoretische Fundierung der Editionsphilologie.

Kraft ist Mitherausgeber der Schiller-Nationalausgabe.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Kafka. Wirklichkeit und Perspektive, Bebenhausen 1972, 2. Auflage 1983
  • Hrsg.: Andreas Streichers Schiller-Biographie. Mannheim, BI, 1974
  • Das literarische Werk von Walter Jens, Tübingen 1975
  • Editionsphilologie, Darmstadt 1990, 2. Auflage Frankfurt am Main 2001
  • Annette von Droste-Hülshoff, Reinbek bei Hamburg 1994, 4. Auflage 1998
  • Annette von Droste-Hülshoff. Ein Gesellschaftsbild, 1996
  • Historisch-kritische Literaturwissenschaft (Literaturwissenschaft. Theorie und Beispiele, Band 1), Münster 1999
  • Musil, Paul Zsolnay Verlag, Wien-Hamburg 2003
  • Literaturdidaktik. Mündigkeit als Lehr- und Lernziel (Literaturwissenschaft. Theorie und Beispiele, Band 6), Münster 2004
  • Kleist. Leben und Werk, Aschendorff Verlag, Münster 2007

Weblinks[Bearbeiten]