Herbie groß in Fahrt

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Filmdaten
Deutscher Titel Herbie groß in Fahrt
Originaltitel Herbie Rides Again
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1974
Länge 88 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Robert Stevenson
Drehbuch Bill Walsh
Produktion Bill Walsh
Musik George Bruns
Kamera Frank V. Phillips
Schnitt Cotton Warburton
Besetzung

Herbie groß in Fahrt ist eine US-amerikanische Filmkomödie des Regisseurs Robert Stevenson aus dem Jahr 1974. Der Film ist die Fortsetzung des Disney-Erfolges Ein toller Käfer mit dem VW Käfer Herbie als Titelfigur. Deutschland-Premiere war am 11. Oktober 1974.

Handlung[Bearbeiten]

Der Immobilienmakler Alonzo Hawk will einen Gebäudezug einreißen lassen um darauf einen riesigen Wolkenkratzer zu bauen. Das einzige Hindernis bildet das alte Spritzenhaus, in dem Großmutter Steinmetz mit ihrer Enkelin Nicole lebt. Die beiden Frauen haben drei besondere Gegenstände: eine Musikbox, die die Musik selber aussucht, eine alte Straßenbahn namens die alte Nummer 22 sowie Herbie, ein ganz besonderer VW Käfer. Großmutter Steinmetz ist die Tante von Tennessee Steinmetz, dem damaligen Partner von Jim Douglas, der Vorbesitzer des kleinen Käfers.

Hawk hat schon einiges versucht, um in den Besitz des Grundstücks zu kommen, doch bisher hat kein Trick gewirkt. Nun schickt er seinen Neffen Willoughby los, um die beiden Frauen aus dem Haus zu bekommen. Doch als er Großmutter Steinmetz und besonders Nicole kennenlernt, die ihm von den früheren Taten seines Onkels erzählt, wechselt er die Fronten.

Hawk will Herbie entführen lassen, um Großmutter Steinmetz zu treffen. Doch auf der Fahrt zum Markt, bei dem Hawks Handlanger zuschlagen wollen, entkommt Herbie seinen Verfolgern, indem er die Stahlseile der Golden Gate Bridge hochfährt. In der Zwischenzeit hat sich Willoughby verkleidet, um ungesehen nach Hause zu kommen. Doch Nicole lässt sich nicht täuschen und überzeugt ihn, zu bleiben. Herbie ergreift die Initiative und fährt die beiden zu einem romantischen Platz, damit sie dort reden können.

Als sie zurückkommen, finden sie das Spritzenhaus leergeräumt vor. Die Spuren führen Willoughby, Großmutter Steinmetz, Nicole und Herbie zu einem Lagerhaus. Mit Hilfe von Herbie, der die Wachen beschäftigt, können alle Dinge wieder zurückgeschafft werden. Mit der Straßenbahn werden die gestohlenen Möbel von Großmutter Steinmetz nach Hause gefahren, wobei sie Mr. Judson, einen Betrunkenen, der die Nummer 22 für eine reguläre Straßenbahn hält, mitnimmt und später absetzt. Als der Waggon außer Kontrolle gerät, greifen Herbie und Willoughy helfend ein.

Hawk ist am Ende seines Lateins und heuert den Mann fürs Grobe, Mr. Loostgarten, an. Willoughby bekommt das mit, ruft Loostgarten an und schickt ihn zu einem anderen Haus, das er demolieren soll. Dabei imitiert er die Stimme seines Onkels. Doch Loostgarten ruft bei Hawk, der Alpträume wegen Herbie hat, zurück. In dem aktuellen Alptraum wird Hawk auf einen Wolkenkratzer gejagt. Um ihn herum schwirren fliegende Herbies herum. Loostgartens Anruf weckt Hawk aus seinem Alptraum, der ihn fragt, ob er das Haus, vor dem er gerade steht, wirklich zerstören soll. Hawk befiehlt ihm anzufangen. Was Hawk erst ein paar Sekunden später weiß (als eine Abrissbirne durch die Schlafzimmerwand kracht), ist, dass Loostgarten vor seinem Haus steht. Hawk kann ihn aufhalten und bittet dann Großmutter Steinmetz um Waffenstillstand.

Während Willoughby und Nicole ausgehen, spricht Großmutter Steinmetz mit Mr. Judson, dem betrunkenen Fahrgast. Gleichzeitig bricht Hawk die Waffenruhe und droht, das Haus mit Planierraupen einzureißen. Judson kann zwei der Fahrer ausknocken, auch Herbie greift ein und kann Hawks Männer in Panik versetzen. Schließlich kommen aus allen Himmelsrichtungen VW Käfer angefahren, die Hawks Plan zunichtemachen. Hawk wird auf seiner Flucht verhaftet, weil den Polizisten die Geschichte von verfolgenden Käfern doch sehr komisch vorkommt.

Nicole und Willoughby heiraten. Die Hochzeit wird im Spritzenhaus gefeiert. Zum Schluss fährt das frisch getraute Ehepaar mit Herbie durch ein Spalier, das von anderen VW Käfern gebildet wird.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Cutter Cotton Warburton konnte schon 1965 einen Oscar gewinnen, Art Director Walter H. Tyler schon 1951, Spezial-Effekte-Techniker Art Cruickshank erst 1967, seine Kollegen Danny Lee und Alan Maley 1972. Lees und Maleys Kollege Eustace Lycett, der mit ihm 1972 zusammen geehrt wurde, gewann auch schon 1965 seinen ersten Oscar.
  • Keenan Wynn hatte Alonzo P. Hawk zuvor schon zweimal dargestellt und zwar in Der fliegende Pauker (The Absent Minded Professor, 1961) und dessen Fortsetzung Der Pauker kann’s nicht lassen (Son of Flubber), beide ebenfalls inszeniert von Robert Stevenson.
  • Der Film war kein Kassenerfolg. Bei einem Budget von über 38 Millionen US-Dollar spielte er in den USA 17,5 Millionen US-Dollar ein.[1]

Deutsche Fassung[Bearbeiten]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[2]
Willoughby Whitfield Ken Berry Norbert Langer
Nicole Harris Stefanie Powers Evelyn Gressmann
Alonzo P. Hawk Keenan Wynn Fritz Tillmann
Mr. Judson John McIntire Martin Hirthe

Kritiken[Bearbeiten]

  • „Passabel, ganz nach einschlägigen Disney-Formeln aufbereitete Fortsetzung von Ein toller Käfer. Wie immer sorgt der Slapstick auch bei älteren Zuschauern für ein, zwei Lacher, wie immer erweist sich der Bösewicht als böser Wicht, wie immer ist die Oma sehr patent, und wie immer marschieren der naive Held und seine streitbare Freundin am Ende in den Ehehimmel.“Ronald M. Hahn, Volker Jansen, Norbert Stresau: Lexikon des Fantasy-Films, 1986.[4]
  • „[…] Herbie beweist, daß ein VW-Käfer, Baujahr ’62, ein guter Mensch ist; und weil er aus der Disney-Werkstatt kommt, demonstriert er auch seine Qualitäten als Sorgenbrecher der Saison ’73.“ (Wertung: zwei von vier möglichen Sternen = durchschnittlich) - Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz: Lexikon Filme im Fernsehen[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Golden Globe 1975

Nominierung:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einspielergebnisse laut IMDb.
  2. Herbie groß in Fahrt in der Deutschen Synchronkartei; abgerufen am 8. März 2008
  3. Lexikon des internationalen Films (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997
  4. Ronald M. Hahn, Volker Jansen, Norbert Stresau: Lexikon des Fantasy-Films. 650 Filme von 1900 bis 1986. Heyne, München 1986, ISBN 3-453-02273-4, S. 212.
  5. Adolf Heinzlmeier, Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 356.